Blog

  • Containerdienst Software für digitale Prozesse statt Papier und Excel

    Containerdienst Software für digitale Prozesse statt Papier und Excel

    Ein Containerdienst ist weit mehr als nur das Liefern und Abholen von Containern. Hinter jedem einzelnen Auftrag steckt ein komplexes Zusammenspiel aus Disposition, Tourenplanung, Fahrern, Verwiegung, Dokumentation und Abrechnung. Gerade wenn täglich viele Aufträge eingehen, stoßen manuelle Prozesse schnell an ihre Grenzen. Papierlisten, Excel-Tabellen oder voneinander getrennte Einzellösungen führen häufig zu Medienbrüchen, Verzögerungen und unnötigem Mehraufwand.
    Eine Containerdienst Software setzt genau hier an: Sie digitalisiert und vernetzt alle zentralen Abläufe – von der Auftragsannahme bis zur Rechnungsstellung und Buchhaltung. Das Ziel ist klar: mehr Transparenz, weniger Fehler und effizientere Prozesse im Arbeitsalltag.

    Was ist eine Containerdienst Software?

    Eine Containerdienst Software ist eine spezialisierte Lösung zur Steuerung und Optimierung der operativen und kaufmännischen Prozesse von Containerdiensten. Sie bildet die gesamte Prozesskette digital ab und sorgt dafür, dass alle relevanten Informationen zentral verfügbar sind.
    Im Kern verbindet sie:

    • Operative Prozesse wie Auftragsannahme, Disposition, Tourenplanung und Fahrersteuerung
    • Technische Abläufe wie Verwiegung, Nachweisverfahren und Dokumentation
    • Kaufmännische Prozesse wie Vertrieb, Abrechnung und Buchhaltung

    Der entscheidende Unterschied zu einfachen Tools oder Insellösungen liegt in der Integration: Statt einzelner Programme für verschiedene Aufgaben bietet eine Containerdienst Software ein durchgängiges System. Das bedeutet, dass Daten nur einmal erfasst werden müssen und anschließend in allen Bereichen zur Verfügung stehen.

    Warum Containerdienste mit Papier, Excel und Insellösungen an Grenzen stoßen

    Viele Containerdienste arbeiten historisch gewachsen mit einer Mischung aus Papier, Excel und verschiedenen Einzellösungen. Was bei wenigen Aufträgen noch funktioniert, wird bei steigender Auslastung schnell unübersichtlich.
    Typische Herausforderungen sind:

    Hohe Auftragsdichte

    Täglich gehen zahlreiche Aufträge ein – oft mit kurzfristigen Änderungen. Ohne eine zentrale Steuerung wird es schwierig, den Überblick zu behalten.

    Komplexe Containerbewegungen

    Ein Container wird nicht einfach nur transportiert. Es gibt unterschiedliche Bewegungsarten:

    • Stellen
    • Leeren
    • Wechseln
    • Holen
    • Dienstleistung
    • Transport

    Diese müssen korrekt geplant, dokumentiert und abgerechnet werden.

    Verteilte Informationen

    Informationen befinden sich häufig an verschiedenen Orten:

    • Disposition (Papier oder Excel)
    • Waage (separate Systeme)
    • Verwaltung
    • Buchhaltung

    Das führt zu doppelter Datenerfassung und Inkonsistenzen.

    Medienbrüche

    Wenn Daten manuell übertragen werden müssen – etwa von Papier in Excel oder von Excel in ein Buchhaltungssystem – entstehen Fehlerquellen und Zeitverluste.

    Mehr Rückfragen und Verzögerungen

    Fehlende oder unklare Informationen führen zu:

    • Rückfragen bei Fahrern
    • Verzögerungen in der Abwicklung
    • Unklarheiten bei der Abrechnung

    Das Ergebnis: ineffiziente Prozesse, die Zeit und Geld kosten.

     

    Grafik zeigt die Vorteile der Digitalisierung, die die Einführung einer Containerdienst Software mit sich bringt.

    Welche Prozesse sollte eine gute Containerdienst Software abdecken?

    Eine leistungsfähige Containerdienst Software, wie es die Euro-Green-Line ist, sollte alle zentralen Prozesse durchgängig unterstützen. Am Beispiel der Euro Green Line lassen sich typische Funktionsbereiche gut veranschaulichen.

    Auftragserfassung

    Die Auftragserfassung ist der erste Schritt im Prozess – und oft eine der größten Fehlerquellen bei manueller Arbeit.

    Eine gute Software ermöglicht:

    • Erfassung aller Auftragsarten:
      • Container stellen
      • Leeren
      • Wechseln
      • Holen
      • Dienstleistung
      • Transport
    • Verwaltung unterschiedlicher Auftragstypen:
      • Einmalaufträge
      • Abrufaufträge
      • Daueraufträge
    • Zentrale Datenerfassung statt Zettelwirtschaft, Excel oder verschiedene Einzelsysteme

    Alle relevanten Informationen – Kunde, Standort, Containerart, Leistung – werden strukturiert erfasst und stehen sofort für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.

    Darstellung der Vertragsstammdaten in der Containerdienst Software Euro Green Line

    Bild: Darstellung von Vertragsstammdaten am Beispiel des ERP-Systems Euro Green Line

    Disposition und Tourenplanung

    Die Disposition ist das Herzstück eines Containerdienstes. Hier entscheidet sich, wie effizient die Ressourcen genutzt werden.

    Moderne Softwarelösungen bieten:

    • Übersicht über alle offenen und geplanten Aufträge
    • Planung von Fahrzeugen, Mitarbeitern und Touren
    • Optimierung der Auslastung
    • Berücksichtigung von Kapazitäten und Zeitfenstern
    • Flexible Anpassung bei kurzfristigen Änderungen
    • Digitale mobile Auftragssteuerung

    Ein besonderer Vorteil ist die Drag-and-drop-Planung: Disponenten können Aufträge intuitiv per Maus einer Tour zuweisen oder verschieben. Das spart Zeit und reduziert Fehler.

    Verwiegung und Dokumentation

    Die Verwiegung spielt insbesondere bei der Abrechnung nach Mengen eine zentrale Rolle.

    Eine Containerdienst Software sollte unterstützen:

    • Integration von stationären Waagen
    • Anbindung von On-Board-Waagen in Fahrzeugen
    • Automatische Übernahme von Verwiegungsdaten
    • Lückenlose Dokumentation von Mengen und Bewegungen

    Das sorgt für:

    Bei gefährlichen Abfällen können zusätzlich eANV-Systeme wie ZEDAL eingebunden werden, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.

    Abrechnung

    Die Abrechnung ist oft einer der zeitintensivsten Prozesse – vor allem, wenn Daten manuell zusammengetragen werden müssen.

    Eine integrierte Software bietet:

    • Automatische Übergabe der Leistungsdaten
    • Verknüpfung mit Warenwirtschaft und Rechnungswesen
    • Vermeidung von Doppelerfassung
    • Grundlage für schnelle Rechnungsstellung

     

    Das Ergebnis:

    Welche Vorteile bringt eine Containerdienst Software im Alltag?

    Der Einsatz einer Containerdienst Software wirkt sich direkt auf den Arbeitsalltag aus – und zwar in nahezu allen Bereichen des Unternehmens.

     

    Umfrage zum Thema Nutzen von ERP-Systemen für Unternehmen

     

    Automatisierung und weniger manuelle Arbeit

    Digitale Prozesse ersetzen handschriftliche Notizen und Excel-Listen. Informationen müssen nicht mehr mehrfach übertragen werden, was Übertragungsfehler reduziert. Papierlose Prozesse sind auch Voraussetzung für mobiles, ortsunabhängiges Arbeiten. 

    Digitalisierung spart aber nicht nur Ressourcen wie Papier, sondern führt laut Anwendern auch zu zufriedeneren Kunden, erhöhter Transparenz und einer besseren Einhaltung von Compliance-Vorgaben. 

    Mehr Überblick

    Alle relevanten Daten sind zentral verfügbar:

    • Aufträge
    • Touren
    • Fahrzeuge
    • Mengen

    Zusätzlich können die Daten über Reporting- und Auswertungsfunktionen analysiert werden, etwa Mengenentwicklungen, Preisverläufe oder Auftragsstatistiken. Dadurch wird sichtbar, welche Auftragsarten in einem bestimmten Zeitraum besonders häufig vorkommen, wie sich Mengenströme entwickeln und wo weiter. Damit kannst du Entscheidungen datenbasiert treffen.

    Weniger Rückfragen

    Klare, vollständige Daten sorgen dafür, dass Fahrer, Disponenten und Verwaltung effizient zusammenarbeiten können. Insbesondere mit angebundenen Telematik-Lösungen, wie Webfleet oder YellowFox, können Informationen, Notizen und Fotos schnell und einfach unter allen Beteiligten ausgetauscht werden.

    Schnellere Abrechnung

    Da alle Daten bereits im System vorliegen, kann die Rechnungsstellung deutlich beschleunigt werden.   

    Skalierbarkeit

    Viele ERP-Systeme für mittelständische Unternehmen sind heute modular aufgebaut. Man führt also erstmal nur die Module und Funktionen ein, die wirklich notwendig sind. Wenn das Unternehmen wächst oder komplexer wird, können weitere Module einfach hinzugefügt werden.

    Containerdienst Software schafft es auch bei steigender Auftragszahl den Überblick zu behalten und Transaktionsvolumina zu bewältigen, ohne Verwaltungspersonal aufstocken zu müssen. Ein wichtiger Vorteil für wachsende Unternehmen.

    Für welche Unternehmen ist eine Containerdienst Software sinnvoll?

    Eine Containerdienst Software ist nicht nur für große Unternehmen relevant. Gerade kleine und mittelständische Betriebe profitieren von der Digitalisierung ihrer Prozesse.

    Besonders sinnvoll ist der Einsatz für:

    Kleine und mittelständische Containerdienste

    Unternehmen, die ihre Abläufe professionalisieren und effizienter gestalten möchten. Schon ab einem Arbeitsplatz lohnt sich häufig die Einführung eines durchgängigen ERP-Systems. Viele Softwarehersteller bieten bereits ein Nutzungsmodell an, das den Einführungsinvest um die Lizenzkosten verringert.

    Betriebe mit mehreren täglichen Aufträgen

    Je höher die Auftragszahl, desto größer der Nutzen einer strukturierten Softwarelösung. Wenn täglich mehrere Container abgeholt, getauscht und abgerechnet werden müssen, hilft eine zentrale Übersicht dabei, Termine, Ressourcen und Auftragsstatus im Blick zu behalten. Containerdienst Software ermöglicht außerdem die Echtzeit-Kommunikation zwischen Fahrer und Zentrale, zum Beispiel über Telematik oder eine angebundene App. 

    Unternehmen mit wiederkehrenden Touren

    Daueraufträge und regelmäßige Einsätze lassen sich optimal planen und automatisieren. Wiederkehrende Aufträge müssen nicht jedes Mal neu angelegt werden, sondern können nach festgelegten Rythmen automatisch vorbereitet werden.

    Betriebe mit Verwiegung

    Wenn Mengen erfasst und abgerechnet werden, ist eine integrierte Lösung besonders wichtig. Waagen können an die Container Software angeschlossen  und Wiegedaten so direkt ins System übertragen werden. Das beschleunigt auch die Abrechnung der Verwiegung und beugt Eingabefehler vor.

    Unternehmen mit manuellen Prozessen

    Wer aktuell mit Papier, Excel oder Insellösungen arbeitet, hat das größte Optimierungspotenzial. Digitalisierte und automatisierte Arbeitsschritte können mehrerer Stunden pro Tag sparen. 

    Was sollte man bei der Auswahl einer Containerdienst Software beachten?

    Die Auswahl der richtigen Software ist entscheidend für den langfristigen Erfolg. Dabei sollten Unternehmen mehrere Aspekte berücksichtigen.

    Prozessabbildung

    Die Software sollte die tatsächlichen Abläufe im Unternehmen abbilden – nicht umgekehrt. Andernfalls entstehen Umwege oder doppelte Pflege, wenn sich Mitarbeitende an starre Softwarelogik halten müssen.

    Integration

    Wichtige Funktionen wie:

    • Disposition
    • Warenwirtschaft
    • Rechnungswesen

    sollten möglichst in einem System integriert sein, damit relevante Daten für den nächsten Arbeitsschritt direkt weiterverarbeitet werden können. Das vermeidet Medienbrüche und manuelle Nacharbeit. 

    Flexibilität

    Jeder Containerdienst ist anders und nicht jeder Prozess lässt sich immer im ERP-Standard abbilden. Die Software sollte an individuelle Anforderungen anpassbar sein, damit die Software auch dann nutzbar bleibt, wenn das Unternehmen wächst oder sich Prozesse verändern.

    Schnittstellen

    Wie oben bereits erwähnt sollten so viele Aufgaben und Daten wie möglich in einem System abgebildet werden. Doch auch ERP-Systeme erreichen manchmal nicht die Funktionstiefe einer dedizierten Software. Oder es gibt bestimmte Hardware, die an das ERP-System angebunden werden muss. Genau dort kommen Schnittstellen ins Spiel.

    Wichtige Schnittstellen für Containerdienste sind z. B.:

    • eANV
    • Waagen
    • externen Systemen

    Diese sollten vorhanden sein oder bei Bedarf vom ERP-Anbieter individuell umgesetzt werden können. So wird die Datenqualität zwischen den Systemen sichergestellt und Prozesse automatisiert. 

    Benutzerfreundlichkeit

    Eine intuitive Bedienung erleichtert die Einführung und sorgt dafür, dass Mitarbeitende die Containerdienst Software auch wirklich im Alltag nutzen. Je verständlicher die Lösung aufgebaut ist, desto geringer sind Schulungsaufwand, Fehlerquote und Widerstand im Team. 

    So unterstützt die Euro Green Line Containerdienste im Alltag

    Die Software von Euro Green Line ist speziell auf die Anforderungen von Entsorgungs- und Containerdienstunternehmen zugeschnitten. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem alle zentralen Prozesse in einem System vereint sind.

    Beispielhafte Optimierung in der Praxis

    Stellen wir uns vor, du arbeitest in einem Containerdienst mit zwei Mitarbeitenden im Büro. Eine Person kümmert sich um die kaufmännischen Belange, schreibt Angebote und Rechnungen. Der andere verantwortet alle abfallwirtschaftlichen Belange: Disposition, Verwiegung und Auswertungen für Behörden.

    Wie viel ihrer Arbeitszeit kommunizieren die Mitarbeitenden zu jedem Kunden? „Haben wir zum Angebot schon den Auftrag erhalten?“ „Welcher Preis ist im Auftrag vereinbart?“ „Warum ist ein anderes Material berechnet als angeboten worden?“
    Wenn nun dein Geschäft floriert und weitere Mitarbeitende hinzukommen, wird die Abstimmung schnell unübersichtlich.

    In einer zentralen durchgängigen Containerdienst Software können all diese Fragestellungen abgebildet werden. Angebote werden im System erstellt und direkt in Aufträge überführt, inkl. vereinbarter Preise. Alle Auftragsdaten, wie der vereinbarte Ausfuhrtermin, können eingesehen und in der Disposition geplant werden.

    Eine integrierte Waageanbindung spielt die ermittelten Gewichte in die Softwarelösung zurück und berechnet daraus die Mengen. Der Materialeingang kann mit Fotos und Notizen lückenlos dokumentiert werden. Wenn der Kunde Rückfragen zu seiner Rechnung hat, stehen alle Informationen zum Vorgang unmittelbar zur Verfügung.

    Grafische Auswertung von Auftragsstatistiken und Mengenströmen in der Abfallwirtschaft Software Euro Green Line

    Bild: Grafische Auswertung von Auftragsstatistiken und Mengenströmen am Beispiel der Euro Green Line

    Fazit

    Containerdienste stehen heute vor der Herausforderung, steigende Auftragszahlen, komplexe Abläufe und wachsende Anforderungen effizient zu bewältigen. Papier, Excel und Insellösungen stoßen dabei schnell an ihre Grenzen.

    Eine moderne Containerdienst Software schafft hier Abhilfe, indem sie alle Prozesse digital vernetzt und transparent macht. Von der Auftragserfassung über die Disposition bis hin zur Abrechnung profitieren Unternehmen von mehr Effizienz, weniger Fehlern und einer besseren Übersicht.

    Wer seine Abläufe nachhaltig optimieren und für die Zukunft aufstellen möchte, kommt an einer integrierten Softwarelösung kaum vorbei.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • Digitale Lohnabrechnung: Wie sie auch ohne Spezialwissen sicher funktioniert

    Digitale Lohnabrechnung: Wie sie auch ohne Spezialwissen sicher funktioniert

    Lohnabrechnung gehört zu den Aufgaben, die in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen einfach mitlaufen. Solange nichts schiefläuft, wird sie selten hinterfragt. Die Verantwortung dafür liegt trotzdem klar beim Unternehmen; und genau das macht das Thema für viele Entscheider sensibel. Fehler wirken sich direkt aus, Rückfragen kosten Zeit und Unsicherheit sorgt für unnötigen Aufwand.

    Gleichzeitig hat sich der Umgang mit der Lohnabrechnung in den letzten Jahren deutlich verändert. Digitale Lohnabrechnung ist heute weniger eine Fachdisziplin als ein organisatorisches Thema. Entscheidend ist nicht, wie viel Detailwissen vorhanden ist, sondern ob der Ablauf klar strukturiert, nachvollziehbar und im Alltag reproduzierbar angelegt ist. Genau das macht sie für viele KMU praktikabel.

    Was eine Lohnabrechnung wirklich ist und warum sie mehr als eine Pflichtaufgabe ist

    Eine Lohnabrechnung zeigt nachvollziehbar, wie sich der Auszahlungsbetrag eines Mitarbeiters aus Bruttolohn oder -gehalt, Steuern und Sozialabgaben zusammensetzt. Sie dient als Einkommensnachweis und ist Grundlage für Zahlungen an Finanzamt und Sozialversicherung.

    Für Unternehmen ist sie damit nicht nur eine formale Pflicht, sondern Teil eines sensiblen, regelmäßig wiederkehrenden Prozesses. Ob von Lohn- oder Gehaltsabrechnung gesprochen wird, ist dabei zweitrangig, denn der Unterschied liegt in der Art der Vergütung, nicht im Ablauf selbst. In der Praxis werden beide Varianten unter dem Begriff Payroll zusammengefasst.

    Wichtig ist vor allem eines: Die Lohnabrechnung ist kein einzelnes Dokument, sondern das Ergebnis eines Prozesses, der Monat für Monat zuverlässig funktionieren muss.

    Welche Angaben gehören auf eine Lohnabrechnung?

    Unabhängig davon, wie die Lohnabrechnung im Unternehmen organisiert ist, gibt es bestimmte Angaben, die vollständig und korrekt enthalten sein müssen. Sie dienen sowohl der Transparenz gegenüber Mitarbeitenden als auch als Grundlage für Meldungen und Abgaben gegenüber den zuständigen Stellen.

    Zu den wesentlichen Bestandteilen einer Lohnabrechnung gehören unter anderem:

    Diese Angaben bilden nicht nur die Basis für die Auszahlung an Mitarbeitende, sondern auch für die korrekte Abführung von Steuern und Sozialabgaben an Finanzamt und Sozialversicherungsträger. Entsprechend wichtig ist es, dass sie vollständig, konsistent und nachvollziehbar erfasst werden.

    Lohnabrechnung erstellen: Warum Arbeitgeber dazu verpflichtet sind und was das im Alltag bedeutet

    Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitenden bei jeder Entgeltzahlung eine Lohnabrechnung bereitzustellen. Diese Pflicht ist klar geregelt und nicht optional.

    In der Praxis zeigt sich, dass Probleme selten abstrakt bleiben. Unstimmigkeiten fallen meist dann auf, wenn Rückfragen entstehen – intern oder von externen Stellen. Korrekturen kosten Zeit und binden Aufmerksamkeit, oft mehr als ein sauber aufgesetzter Abrechnungsprozess von Anfang an.

    Für Entscheider bedeutet das: Lohnabrechnung ist kein Bereich, in dem Improvisation langfristig funktioniert. Sie muss organisatorisch stabil aufgesetzt sein.

    Lohnabrechnung wirkt oft komplizierter, als sie ist

    In vielen Unternehmen ist Lohnabrechnung historisch gewachsen. Excel-Listen, Einzelvorlagen und individuelle Absprachen prägen den Alltag. Vieles funktioniert, solange Rahmenbedingungen stabil bleiben und Zuständigkeiten klar sind.

    Typische Muster aus der Praxis:

    • Zuständigkeiten sind nicht klar geregelt
    • Wissen liegt bei einzelnen Personen
    • Anpassungen erfolgen manuell

     

    Schwierig wird es vor allem dann, wenn Wissen nicht dauerhaft verfügbar ist oder sich Anforderungen ändern. In solchen Situationen zeigt sich, dass Probleme weniger durch fehlendes Fachwissen entstehen als durch Prozesse, die nicht eindeutig definiert oder dokumentiert sind. Der eigentliche Engpass liegt damit nicht im Verständnis einzelner Regeln, sondern in der fehlenden Prozessführung.

    Hier wird digitale Unterstützung praktisch. Sie ersetzt kein Prozessverständnis, sorgt aber dafür, dass der Ablauf verlässlich wiederholbar wird – auch dann, wenn die Abrechnung nicht jeden Monat von derselben Person gemacht wird. Schritte sind geführt, Eingaben werden geprüft und Abweichungen fallen auf, bevor sie nach außen wirken. So hängt Lohnabrechnung weniger an Einzelwissen und mehr an einem stabilen Prozess.

    Besonders deutlich zeigt sich das bei der Einführung der E-Rechnung. Nicht das Format selbst sorgt für Entlastung, sondern ein sauber aufgesetzter Prozess, der alle Schritte vom Eingang bis zur Weiterverarbeitung abbildet. Derselbe Grundgedanke lässt sich auch auf die Lohnabrechnung übertragen.

    Kann man eine Lohnabrechnung selbst machen? Eine realistische Einordnung für KMU

    In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen wird die Lohnabrechnung nicht von spezialisierten Payroll- oder HR-Fachkräften erledigt. Häufig liegt die Verantwortung bei der Geschäftsführung selbst oder bei Mitarbeitern, die diese Aufgabe zusätzlich zu anderen Tätigkeiten übernehmen.

    Ob Lohnabrechnung unter diesen Voraussetzungen intern machbar ist, hängt weniger von formalen Zuständigkeiten ab als von der Art, wie der Prozess organisiert ist. Wenn Fachwissen nicht dauerhaft verfügbar ist, muss die Abwicklung so gestaltet sein, dass sie auch für fachfremde Personen nachvollziehbar und sicher umsetzbar bleibt.

    Warum Excel und Einzelvorlagen selten eine langfristige Lösung sind

    Vorlagen, Excel-Dateien oder Online-Rechner wirken auf den ersten Blick pragmatisch. Sie setzen jedoch voraus, dass Zusammenhänge bekannt sind und Besonderheiten korrekt eingeordnet werden können. Genau das ist im Alltag kleiner Betriebe oft nicht gegeben, insbesondere wenn Lohnabrechnung nur einen kleinen Teil der täglichen Aufgaben ausmacht.

    In der Praxis zeigt sich deshalb schnell, dass solche Hilfsmittel fehleranfällig sind. Gerade bei wiederkehrenden Abrechnungen lassen sich Abweichungen, Sonderfälle oder kleine Änderungen nur schwer konsistent abbilden. Lohnabrechnung lässt wenig Raum für Improvisation, insbesondere dann, wenn Verantwortung und Zeitdruck zusammenkommen.

    Der entscheidende Unterschied: Geführte digitale Lohnabrechnung statt Fachwissen

    Statt auf individuelles Expertenwissen zu setzen, arbeiten moderne Lösungen mit klar geführten Prozessen. Eine gute digitale Lohnabrechnung bildet den Ablauf strukturiert ab, prüft Eingaben automatisch und macht auf Unstimmigkeiten aufmerksam, bevor sie zum Problem werden.

    Dieser Ansatz ist vielen Unternehmen bereits aus anderen Bereichen vertraut. Auch beim Einsatz eines Cloud ERP zeigt sich im Alltag, dass Übersicht, Verlässlichkeit und klare Abläufe wichtiger sind als maximale Flexibilität. Genau diese Logik lässt sich auf die Lohnabrechnung übertragen.

    Digitale Lohnabrechnung einfach erklärt: Was sich im Arbeitsalltag wirklich ändert

    Was bedeutet digitale Lohnabrechnung nun konkret im Alltag? Vor allem eines: Sie verändert nicht das Ziel, sondern den Weg dorthin.

    Digitale Lohnabrechnung ist kein PDF, sondern ein durchgängiger Prozess

    Digitale Lohnabrechnung bedeutet, dass abrechnungsrelevante Daten strukturiert erfasst und verarbeitet werden. Stammdaten, Änderungen und wiederkehrende Abläufe folgen einer festen Logik.
    Ist dieser Prozess einmal sauber eingerichtet, wird Lohnabrechnung planbar – Monat für Monat.

    Lohnabrechnung in der Cloud: Warum KMU davon besonders profitieren

    Ein zentraler Baustein ist dabei häufig die Lohnabrechnung in der Cloud. Sie reduziert organisatorischen Aufwand, da Updates und Anpassungen im Hintergrund erfolgen.
    Für Entscheider zählt vor allem der Effekt im Alltag: weniger Abhängigkeiten, weniger Sonderfälle und ein stabiler Ablauf. Diese nüchterne Betrachtung prägt auch viele aktuelle IT-Entscheidungen in KMU.

    Moderne Lohnabrechnungs-Software funktioniert auch ohne Payroll-Erfahrung

    Moderne Lohnabrechnungs-Software ist heute so aufgebaut, dass sie auch ohne Payroll-Erfahrung eingesetzt werden kann. Das liegt weniger an vereinfachten Regeln als an der Art, wie der Nutzer unterstützt wird.

    Intelligente Assistenten: Wenn die Software durch die Lohnabrechnung führt

    Eine intelligente Lohnabrechnungs-Software wie z.B. Sage HR & Payroll ist besonders dort sinnvoll, wo die Abrechnung intern organisiert werden soll, ohne spezielles Payroll-Know-how aufzubauen. Statt Fachwissen vorauszusetzen, führen solche Assistenten Schritt für Schritt durch die Lohnabrechnung. Notwendige Angaben werden zur richtigen Zeit abgefragt, und typische Stolperstellen werden früh sichtbar. Das reduziert Nacharbeit – gerade dann, wenn die Lohnabrechnung „nebenbei“ mitläuft.

    So läuft digitale Lohnabrechnung in der Praxis ab

    In der Praxis folgt die Abrechnung meist einem klaren Schema:

    1. Stammdaten sind gepflegt
    2. Monatliche Änderungen werden erfasst
    3. Das System prüft und berechnet
    4. Die Abrechnung wird bereitgestellt

     

    Je nach Lösung laufen auch Auswertungen und notwendige Meldungen systemseitig mit, sodass Fristen nicht manuell nachverfolgt werden müssen. Dieser Ablauf bleibt auch bei wachsenden Teams überschaubar.

    Wann digitale Lohnabrechnung für Unternehmen besonders entlastend ist

    Der Nutzen digitaler Lohnabrechnung zeigt sich vor allem dann, wenn Prozesse im Alltag zuverlässig funktionieren müssen, ohne dass spezialisiertes Fachwissen dauerhaft verfügbar ist. Je nach Unternehmenssituation entstehen dabei unterschiedliche Entlastungseffekte.

    Digitale Lohnabrechnung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn:

    • keine eigene HR- oder Payroll-Abteilung vorhanden ist
      Die Verantwortung liegt häufig bei der Geschäftsführung oder im Office. Geführte, systemgestützte Abläufe sorgen dafür, dass
    • Lohnabrechnung auch ohne Spezialrolle sicher organisiert werden kann.
      Lohnabrechnung von fachfremden Personen mitübernommen wird
      Klare Prozesse und Prüfmechanismen reduzieren Abhängigkeiten von Einzelpersonen und machen den Ablauf nachvollziehbar – auch bei Vertretungen oder wechselnden Zuständigkeiten.
    • Teams wachsen oder sich regelmäßig verändern
      Mit zunehmender Mitarbeiterzahl steigt die Komplexität. Strukturierte digitale Abläufe stellen sicher, dass Prozesse skalierbar bleiben und Wissen nicht implizit gebunden ist.
    • wiederkehrende Abrechnungen effizient abgewickelt werden müssen
      Standardisierte Abläufe, automatische Prüfungen und systemseitige Unterstützung reduzieren manuellen Aufwand und senken die Fehleranfälligkeit im Monatsgeschäft.

     

    In diesen Konstellationen wird deutlich, dass digitale Lohnabrechnung weniger eine Frage der Technik ist als eine organisatorische Entlastung. Sie schafft Stabilität im Prozess – unabhängig davon, wer die Abrechnung im Unternehmen konkret durchführt.

    Inhouse Payroll
    Outsourcing Lohnabrechnung
    Mehr Personalaufwand
    Weniger Personalaufwand
    Jederzeit vollen Zugriff auf die Lohnabrechnungs-Software
    Eingeschränkter Zugriff auf die Software
    Änderungen können schnell selbst vorgenommen werden
    Abhängigkeit vom Lohnbüro
    Kostengünstige Lösung für KMU
    evtl. Zusatzkosten für Extraleistungen
    Rechtssicherheit und Aktualität durch Software-Updates und Smart-Assistenten
    Zugang zu Expertenwissen

    Sage HR & Payroll: Digitale Lohnabrechnung mit Struktur statt Komplexität

    Eine tragfähige Lösung entsteht dann, wenn Lohnabrechnung nicht isoliert betrachtet wird, sondern sinnvoll in bestehende HR-Prozesse eingebettet ist. Hier setzt Sage HR & Payroll an und verbindet Lohnabrechnung und grundlegende Personalprozesse in einer klar geführten Struktur, die im Alltag nachvollziehbar bleibt.

    In Kombination mit der Einführung und Begleitung durch Softfolio entsteht so ein Setup, das nicht nur technisch funktioniert, sondern organisatorisch im Unternehmen verankert ist. Das erleichtert die Akzeptanz und sorgt dafür, dass Lohnabrechnung auch langfristig stabil und zuverlässig umgesetzt werden kann.

    Eingabemasken für die digitale Lohnabrechnung in Sage HR & Payroll

    Einblick in die digitale Lohnabrechnung mit Sage HR & Payroll

    Fazit: Digitale Lohnabrechnung ist vor allem eine Frage der Organisation

    Digitale Lohnabrechnung bedeutet nicht, Experte zu werden. Sie bedeutet, einen Prozess zu nutzen, der verlässlich funktioniert und entlastet.
    Für viele Entscheider ist das weniger ein Digitalisierungsthema als eine organisatorische Entscheidung. Wer Verantwortung trägt, braucht Abläufe, die auch dann stabil bleiben, wenn das Tagesgeschäft dominiert.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • Cloud ERP: Einstieg, Chancen und Grenzen für kleine Unternehmen

    Cloud ERP: Einstieg, Chancen und Grenzen für kleine Unternehmen

    Viele kleine Unternehmen arbeiten heute noch ohne ein klassisches ERP-System. Stattdessen prägen Excel-Listen, einzelne Softwarelösungen und manuelle Abläufe den Alltag. Das funktioniert, bis Prozesse komplexer werden, Transparenz fehlt oder Wachstum ins Stocken gerät. Spätestens dann taucht die Frage auf, wie sich Abläufe besser strukturieren lassen.

    In diesem Zusammenhang fällt immer häufiger der Begriff Cloud ERP. Für manche klingt das nach Zukunftstechnologie, für andere nach unnötiger Komplexität. Tatsächlich geht es bei Cloud ERP weniger um Technik als um eine grundlegende Frage: Wie soll Unternehmenssoftware im Alltag betrieben werden, und wie viel Aufwand möchte man selbst dafür tragen?

    Um Cloud ERP richtig einordnen zu können, lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf das Prinzip von Cloud Computing.

    Was bedeutet Cloud Computing im Unternehmenskontext?

    Der Begriff Cloud Computing beschreibt zunächst ein Betriebsmodell. Software, Daten und Rechenleistung liegen nicht auf einem eigenen Server im Unternehmen, sondern werden über das Internet bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt über einen Browser oder eine App, der Betrieb im Hintergrund wird vom Anbieter übernommen.
    Für Unternehmen bedeutet das: Die Software wird genutzt, ohne dass man sich selbst um Server, Updates oder Wartung kümmern muss.

    Gerade bei Cloud-ERP-Lösungen zeigt sich dieser Unterschied besonders deutlich, da zentrale Unternehmensprozesse abgebildet werden können, ohne dass der technische Betrieb im eigenen Unternehmen organisiert werden muss.


    nutzung von on premise und cloud erp in kmu



    Welche Arten von Cloud gibt es?

    Cloud ist nicht gleich Cloud. Je nach Ausprägung kategorisiert man sie in mehrere Modelle, die sich vor allem darin unterscheiden, wie die Infrastruktur bereitgestellt wird und wie viel Verantwortung beim Unternehmen selbst liegt.

    Public Cloud

    Die Software wird in einer gemeinsam genutzten Cloud-Umgebung betrieben, auf die viele Unternehmen zugreifen. Dieses Modell ist typisch für SaaS-Lösungen (Software as a Service) und besonders verbreitet bei Cloud ERP Systemen für KMU. Der Betrieb, die Wartung und die Weiterentwicklung liegen beim Anbieter, während das Unternehmen die Software flexibel nutzen kann.

    Private Cloud

    Bei der Private Cloud ist die Infrastruktur exklusiv für ein einzelnes Unternehmen vorgesehen. Dadurch lassen sich individuelle Anforderungen besser abbilden, gleichzeitig bleibt der technische Aufwand höher. Dieses Modell kommt eher dort zum Einsatz, wo spezielle Sicherheits- oder Compliance-Vorgaben bestehen und ausreichend IT-Ressourcen verfügbar sind.

    Hybrid Cloud

    Die Hybrid Cloud verbindet Cloud- und lokale Systeme. Einzelne Anwendungen laufen cloudbasiert, andere verbleiben im eigenen Unternehmen. Solche Szenarien entstehen häufig schrittweise, etwa wenn Unternehmen erste Cloud-Anwendungen einführen, bestehende Systeme aber zunächst weiter nutzen.

    Für KMU ist in der Praxis vor allem die Public Cloud relevant. Sie bietet den einfachsten Einstieg und reduziert den organisatorischen und technischen Aufwand deutlich.

    Was ist Cloud ERP – und was nicht?

    Cloud ERP wird häufig mit „abgespeckten“ Lösungen gleichgesetzt. Diese Vorstellung greift jedoch zu kurz. Auch Cloud ERP Systeme bilden zentrale Unternehmensprozesse ab und schaffen eine gemeinsame Datenbasis für den Arbeitsalltag.

    Der entscheidende Unterschied liegt dabei weniger in dem, was ein Cloud ERP leistet, sondern darin, wie es genutzt und betrieben wird. Der Zugriff erfolgt webbasiert, der technische Betrieb läuft im Hintergrund, und das System ist von Anfang an darauf ausgelegt, ohne große IT-Voraussetzungen eingesetzt zu werden.

    Statt viele individuelle Sonderlösungen abzubilden, setzen Cloud ERP Systeme auf klar strukturierte Prozesse und eine einheitliche Arbeitsweise. Das sorgt für Transparenz und erleichtert den Einstieg – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Abläufe erstmals zentral organisieren möchten.

    Cloud ERP ist damit kein „weniger ERP“, sondern weniger technischer Aufwand, mehr Fokus auf Struktur, Übersicht und einen reibungslosen Betrieb im Alltag.

    Vorteile von Cloud ERP für kleine Unternehmen

    Gerade für Unternehmen ohne bestehendes ERP-System bietet Cloud ERP einige sehr praktische Vorteile. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger technische Details als die Frage, wie sich Abläufe im Alltag einfacher und übersichtlicher gestalten lassen.

    Geringe Einstiegshürden

    Ein Cloud ERP benötigt keine eigene Server-Infrastruktur und keine aufwendige technische Vorbereitung. Unternehmen können ohne größere Vorab-Investitionen starten und müssen sich weder um Hardware noch um deren Wartung kümmern. Das erleichtert den Einstieg erheblich, insbesondere für kleine Betriebe, die bisher mit Excel oder einzelnen Insellösungen gearbeitet haben.

    Skalierbarkeit

    Cloud ERP Systeme sind darauf ausgelegt, mit dem Unternehmen mitzuwachsen. Neue Nutzer, zusätzliche Funktionen oder erweiterte Module lassen sich flexibel ergänzen, wenn sich Anforderungen ändern. Statt bestehende Systeme umbauen zu müssen, kann die Lösung schrittweise erweitert werden – passend zur Entwicklung des Unternehmens.

    Automatische Updates

    Bei Cloud ERP Systemen laufen Updates und Weiterentwicklungen automatisch im Hintergrund, ohne dass Mitarbeiter morgens vor einer gesperrten Software sitzen oder IT-Termine koordiniert werden müssen. Unternehmen arbeiten dadurch immer mit einer aktuellen Software-Version, ohne zusätzlichen organisatorischen Aufwand.

    Ortsunabhängiger Zugriff

    Webbasierte Systeme wie Cloud ERP ermöglichen den Zugriff von überall. Ein Internetzugang und ein Browser reichen aus, um auf relevante Informationen zuzugreifen. Das erleichtert die Zusammenarbeit über Standorte hinweg und unterstützt flexible Arbeitsweisen, ohne zusätzliche technische Lösungen erforderlich zu machen.

     

    gründe für den einsatz von cloud erp in unternehmen

    Wo liegen die Grenzen von Cloud ERP?

    So sinnvoll Cloud ERP Systeme für viele kleine Unternehmen sind, sie haben auch Grenzen. Diese offen zu benennen ist wichtig für eine realistische Erwartungshaltung.

    Abhängigkeit von der Internetverbindung: Ohne Internet kein Zugriff. In den meisten Unternehmensumgebungen ist das heute kein großes Problem mehr, sollte aber berücksichtigt werden.

    Begrenzte Individualanpassung: SaaS-Lösungen sind standardisiert. Sehr individuelle Sonderlogiken lassen sich nicht beliebig umsetzen, wie es bei klassischen On-Premise-Systemen teilweise möglich ist.

    Struktur statt Sonderlösung: Cloud ERP erfordert klar definierte Prozesse. Das kann anfangs ungewohnt sein, sorgt langfristig aber oft für mehr Klarheit.
    Hier überwiegen die Vorteile deutlich – vor allem dann, wenn bisher mit Insellösungen oder manuellen Abläufen gearbeitet wurde.

     

    IT-Sicherheit, Datenschutz und Compliance – ein zentraler Punkt

    Viele Unternehmen fragen sich, ob ihre sensiblen Unternehmensdaten in der Cloud wirklich sicher sind. Tatsächlich investieren Cloud-Anbieter erheblich in Sicherheitsmaßnahmen – darunter moderne Verschlüsselungsmaßnahmen, regelmäßige Backups und kontinuierliche Systemüberwachung.

    Neben digitalen Risiken wie unbefugten Zugriff gibt es auch physische Gefahren: Brände, Stromausfälle oder Überschwemmungen können lokale Server beschädigen oder vollständig lahmlegen. Rechenzentren sind daher speziell gegen solche Szenarien abgesichert und speichern Daten redundant auf mehreren, geografisch getrennten Systemen. Für kleine Unternehmen ist ein vergleichbares Sicherheits- und Redundanzniveau im eigenen Serverraum oft mit hohem finanziellen und personellen Aufwand realisierbar.

    Daher stellt sich die ehrliche Vergleichsfrage: Welche Sicherheitsmaßnahmen können intern realistisch umgesetzt werden, und welche übernimmt ein spezialisierter Anbieter zuverlässiger?

    Cloud ERP Systeme nehmen Unternehmen hier viel Verantwortung ab, ohne die Kontrolle über Daten und Zugriffe vollständig aus der Hand zu geben.

    Cloud ERP oder On-Premise: Was passt zu welchem Unternehmen?

    Die Frage ist weniger “Cloud oder On-Premise“, sondern wie viel Komplexität ein Unternehmen realistisch stemmen möchte. Letzlich hängt die Entscheidung stark von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Aus der Praxis lassen sich folgende Kriterien ableiten.

    Cloud ERP eignet sich besonders für Unternehmen, die:

    • ERP-Software schnell implementieren und nutzen wollen
    • ortsunabhängiges Arbeiten schätzen
    • flexibel wachsen möchten
    • Prozesse standardisieren wollen
    • IT-Betrieb nicht selbst organisieren möchten oder können

    On-Premise-Lösungen können sinnvoll sein, wenn:

    • sehr individuelle Prozesse und hoher Customizing-Bedarf bestehen
    • umfangreiche IT-Ressourcen vorhanden sind
    • spezielle regulatorische Anforderungen greifen
    • Betriebe unabhängig von externen Dienstleistern bleiben möchten

    Cloud ERP in der Praxis: Ausgewählte Anwendungsbeispiele

    Die Wirkung von Cloud ERP lässt sich anhand zweier beeindruckender Anwendungsbeispiele aus dem Sage-Umfeld verdeutlichen:

    Zentrale Prozesse im Handel

    Ein kleines Handelsunternehmen arbeitete über Jahre mit mehreren Einzellösungen und Excel-Listen, um Lagerlogistik und Inventur zu steuern. Die Prozesse waren zeitaufwändig und führten immer wieder zu doppelten Bestellungen.

    Mit der Einführung eines cloudbasierten ERP-Systems wurden Einkauf, Verkauf und Lager zentral abgebildet und alle Daten konsistent zusammengeführt.

    Ergebnisse:

    • Automatisierte und durchgängige Prozesse
    • Transparenter Überblick über alle Geschäftsbereiche
    • Höhere Flexibilität und Effizienz durch standortunabhängigen Zugriff


    Strukturierte Abläufe in produktionsnahen Unternehmen

    Ein schnell wachsendes Fertigungsunternehmen war seinem bisherigen ERP-System entwachsen. Zudem war die eingesetzte Lösung nicht auf die Anforderungen der Fertigung ausgelegt – das Team musste viele Prozesse mit Excel-Tabellen überbrücken.

    Die Migration auf ein cloudbasiertes ERP-System ermöglichte dem Unternehmen eine grundlegend neue Arbeitsweise.

    Ergebnisse:

    • Beschleunigte Geschäftsabläufe und Transaktionen
    • Mehr Transparenz bei Lagerbeständen und Kosten
    • Deutlich reduzierter manueller Aufwand in Materialbedarfsplanung, Kostenkontrolle und Arbeitsaufträgen

     

    Diese Beispiele zeigen typische Effekte von Cloud ERP in kleinen Unternehmen: strukturierte Prozesse, konsistente Daten und ein geringerer organisatorischer Aufwand im laufenden Betrieb.

    Sage Operations: Cloud ERP als sinnvoller Einstieg

    Für Unternehmen, die erstmals ein ERP-System einführen möchten, ist der Einstieg entscheidend. Cloud ERP Systeme wie Sage Operations sind genau auf diese Situation ausgerichtet.

    Sage Operations ist ein cloudbasiertes ERP-System, das zentrale Unternehmensprozesse abbildet und gleichzeitig einfach zu bedienen bleibt. Der Fokus liegt auf Handel, Lager und Produktion – also genau dort, wo viele KMU heute an Grenzen stoßen. Der cloudbasierte Betrieb sorgt dafür, dass Unternehmen sich nicht um Technik kümmern müssen, sondern sich auf ihre Abläufe konzentrieren können.


    Die Artikelverwaltung in Sage Operations zeigt alle Informationen, wie Warennummer, Standorte, Komponenten und ob der Artikel gekauft oder selbst gefertigt wird.



    Fazit: Cloud ERP als sinnvoller nächster Schritt

    Cloud ERP ist keine technologische Spielerei. Es ist oft der erste realistische Schritt hin zu strukturierteren Abläufen, mehr Transparenz und weniger manueller Arbeit.
    Wer noch kein ERP-System nutzt, findet in Cloud ERP Systemen wie Sage Operations eine Lösung, die Einstiegshürden senkt, Risiken begrenzt und den Fokus auf das Wesentliche legt: funktionierende Prozesse.

    Entscheidend ist nicht, ob ein ERP-System in der Cloud oder lokal betrieben wird, sondern die Frage, ob Prozesse damit einfacher werden. Für viele kleine Unternehmen ist Cloud ERP heute genau das – passend, überschaubar und zukunftsfähig.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • 7 IT Trends für 2026: Was KMU jetzt wirklich weiterbringt

    7 IT Trends für 2026: Was KMU jetzt wirklich weiterbringt

    Kleine und mittelständische Unternehmen stehen 2026 nicht vor der Frage, ob sie digital arbeiten – sondern wie gut. Diese 7 IT Trends 2026 zeigen dabei deutlich, dass es weniger um immer neue Technologien geht, sondern um stabile, durchgängige Prozesse. ERP-Systeme, digitale Belege, Cloud-Anwendungen oder mobile Lösungen gehören längst zum Alltag vieler kleiner und mittlerer Unternehmen. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Projekten: Prozesse sind digital, aber nicht durchgängig. Systeme sind vorhanden, aber nicht sauber integriert. Und Potenziale bleiben ungenutzt.

    Zwischen technologischem Fortschritt und operativer Realität

    Was sich in den vergangenen Jahren verändert hat, ist der Blick auf das Thema. Viele KMU wollen nicht „noch mehr Digitalisierung“, sondern mehr Ruhe und Verlässlichkeit im Tagesgeschäft. Weniger manuelle Schleifen. Weniger Insellösungen. Mehr Transparenz. Dass dieser Druck real ist, zeigen auch aktuelle Untersuchungen. In der Bitkom-Studie „Digitalisierung der Wirtschaft 2025“ geben 53 Prozent der Unternehmen an, dass sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Digitalisierung haben – trotz hoher Investitionsbereitschaft. Gerade für KMU ist das eine zentrale Erkenntnis: Der Wille ist da, aber es fehlt häufig an klaren Strukturen und einem durchgängigen Ansatz. Genau hier setzen die Trends für 2026 an, die für KMU im Bereich IT wirklich relevant sind.

    IT Trends 2026 für KMU: Weniger Hype, mehr Substanz

    Wer sich mit den einzelnen IT Trends für 2026 beschäftigt, stellt schnell fest: Die meisten Entwicklungen sind keine radikalen Neuerfindungen. Sie sind vielmehr eine Konsequenz aus dem, was KMU in den letzten Jahren begonnen haben und jetzt sauber zu Ende bringen müssen. Werfen wir einen Blick darauf:

    Künstliche Intelligenz: Vom Schlagwort zum selbstverständlichen Werkzeug

    Künstliche Intelligenz wird in KMU zunehmend pragmatisch betrachtet. Sie ist kein Prestigeprojekt mehr, sondern ein Werkzeug, das dort eingesetzt wird, wo es Abläufe möglichst ohne großen organisatorischen Aufwand vereinfacht. Ein klarer Beleg dafür ist die Bitkom-Presseinformation „Durchbruch bei Künstlicher Intelligenz“. Demnach nutzen inzwischen 36 Prozent der Unternehmen KI, weitere 47 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Gerade für KMU ist entscheidend: KI wird vor allem zur Unterstützung bestehender Prozesse eingesetzt, nicht als eigenständige Innovationsspielwiese. Im Alltag zeigt sich: KI wirkt dort am besten, wo sie im Hintergrund arbeitet – etwa bei der Belegerkennung, bei Plausibilitätsprüfungen im Rechnungswesen, bei der Klassifizierung von Dokumenten oder bei Auswertungen direkt aus dem ERP. Gleichzeitig wird deutlich, dass KI kein Startpunkt ist, sondern häufig ein Folgeschritt. Gerade KMU profitieren dann am meisten, wenn Prozesse klar definiert sind und Stammdaten sauber gepflegt werden.

    Automatisierung: Wenn aus Einzellösungen stabile Abläufe werden

    Viele KMU haben in den vergangenen Jahren einzelne Arbeitsschritte digitalisiert. Das ist sinnvoll, reicht aber nicht aus. Einer der zentralen IT Trends für KMU in 2026 ist deshalb die durchgängige Automatisierung kompletter Prozesse. Besonders sichtbar wird das im Beschaffungs- und Rechnungswesen. Ein digitaler Rechnungseingang allein spart noch keine Zeit. Erst wenn Prüfung, Freigabe, Buchung und Zahlung zusammen gedacht werden, entsteht ein stabiler Ablauf. Das Handelsblatt zeigt, dass viele Unternehmen zwar investieren, aber häufig an der Umsetzung scheitern – vor allem dann, wenn Prozesse nicht ganzheitlich betrachtet werden. Für KMU ist genau das der entscheidende Hebel.

    Arbeitsorganisation: Warum Systeme mitdenken müssen

    Viele kleine Unternehmen stehen vor der Herausforderung, mit begrenzten personellen Ressourcen stabil zu arbeiten. Gleichzeitig verändern sich Arbeitsmodelle: Aufgaben werden verteilt, Vertretungen sind häufiger notwendig und Wissen darf nicht mehr nur in einzelnen Köpfen liegen. Cloud ERP Systeme unterstützen diese Entwicklung, indem Prozesse zentral abgebildet und Informationen systemseitig verfügbar gemacht werden. Gerade bei personalnahen Abläufen wie Zeitwirtschaft, Abwesenheiten oder Lohnabrechnung entsteht dadurch mehr Übersicht und Verlässlichkeit. Abläufe werden nachvollziehbarer, neue Mitarbeitende finden sich schneller zurecht und Teams werden im Tagesgeschäft entlastet. Flexibilität entsteht dabei nicht durch zusätzliche Tools, sondern durch klar strukturierte Prozesse und eine gemeinsame Datenbasis.

    Cloud-ERP: Eine nüchterne Entscheidung für KMU

    Auch beim Thema Cloud zeigt sich für 2026 ein deutlicher Reifegrad. Für KMU lautet die Frage nicht mehr „Cloud oder nicht Cloud“, sondern: Wie betreiben wir unser ERP so, dass es dauerhaft stabil, sicher und anpassbar bleibt? Cloud-ERP setzt sich bei KMU dort durch, wo es den IT-Betrieb entlastet, Updates vereinfacht und Skalierung ermöglicht, ohne die eigenen Ressourcen zu überfordern. Gleichzeitig bleibt der Anspruch hoch: Cloud-ERP muss Prozesse tragen, Daten konsistent führen und sich in bestehende Abläufe integrieren lassen.

    Verlässliche Auskunft im Tagesgeschäft

    Sind Daten zentral verfügbar, verändert sich auch die Auskunftsfähigkeit im Tagesgeschäft. Aussagen zu Beständen, Lieferterminen oder Auftragsstatus lassen sich schneller und nachvollziehbarer treffen, da alle Beteiligten auf denselben Datenstand zugreifen. Cloud-ERP unterstützt damit stabile Abläufe im operativen Alltag:
    • Aktuelle Informationen ohne zusätzliche Abstimmung
    • Konsistente Daten über alle Bereiche hinweg
    • Nachvollziehbare Prozesse, auch bei wachsender Komplexität
    Ein Beispiel für diesen Ansatz ist Sage Operations Cloud-ERP, das genau auf diese Anforderungen ausgelegt ist und eine zentrale Datenbasis mit einem für KMU handhabbaren Betriebsmodell verbindet.

    IT-Sicherheit und Betrieb: Alltagsthema für KMU

    Mit zunehmender Digitalisierung wächst auch in KMU die Verantwortung für IT-Sicherheit. Einer der wichtigsten IT Trends für 2026 ist daher die Erkenntnis, dass Sicherheit kein Sonderprojekt ist, sondern Teil des laufenden Betriebs. Ein aktueller KPMG-Beitrag „Cyber Security 2025: Strategien für Unternehmen im digitalen Zeitalter“ zeigt, dass Sicherheitsrisiken häufig organisatorische Ursachen haben – gerade dort, wo Ressourcen begrenzt sind. In vielen KMU fehlt es an klaren Zuständigkeiten für IT-Betrieb und Sicherheit, Prozesse für Updates, Zugriffsrechte oder Notfälle sind nur unzureichend definiert und Sicherheitsfragen werden im Arbeitsalltag nicht konsequent mitgedacht. Hinzu kommen gewachsene Systemlandschaften, bei denen Sicherheitsaspekte über Jahre hinweg eher mitgelaufen als systematisch berücksichtigt wurden. Um diese Risiken zu reduzieren, setzen viele KMU auf wenige, aber konsequent umgesetzte Maßnahmen:
    • Klare Verantwortlichkeiten für Betrieb, Updates und Sicherheitsfragen
    • Regelmäßige Pflege von Systemen und Zugriffsrechten, statt punktueller Einzelmaßnahmen
    • Einfache, verständliche Sicherheitsregeln für Mitarbeitende im Arbeitsalltag
    • Standardisierte Abläufe für den Umgang mit Störungen oder Sicherheitsvorfällen
    Für viele KMU ist es deshalb sinnvoll, Betrieb und Sicherheit nicht als Sonderthema zu behandeln, sondern strukturiert zu organisieren – etwa über Managed Services von Softfolio.

    Dokumentation und Compliance: Besonders relevant für KMU

    Dokumentation wird in KMU häufig unterschätzt. Bis Prüfungen, Kundenanforderungen oder fehlende Belege den Alltag bremsen. Auch 2026 zeigt sich deutlich: Ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) ist kein „Nice-to-have“, sondern Grundlage für stabile Prozesse. Wichtig ist dabei weniger die reine Ablage, sondern der Zusammenhang. Angebote, Aufträge, Rechnungen oder Lieferscheine müssen schnell auffindbar und eindeutig einem Vorgang zugeordnet sein, idealerweise direkt aus dem ERP heraus. Genau hier schafft ein integriertes DMS Klarheit und Struktur. Gleichzeitig geht es um Sicherheit. Anforderungen aus GoBD oder DSGVO lassen sich nur dann zuverlässig erfüllen, wenn Dokumente vollständig, revisionssicher und nachvollziehbar gespeichert werden. Für KMU bedeutet das vor allem eines: weniger Risiko und weniger Diskussionen im Prüfungsfall.

    Lager und Produktion: Digitale Integration als Wettbewerbsvorteil

    Gerade für KMU im Handel oder in der Fertigung wird die digitale Integration von Lager, Produktion und Verwaltung zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. ERP-Systeme fungieren dabei als zentrale Plattform, die Daten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenführt und so Transparenz, Planbarkeit und Steuerbarkeit ermöglicht. Entscheidend ist, dass Informationen nicht zeitverzögert oder manuell übertragen werden. Wenn Bestände, Aufträge und Rückmeldungen aus Lager oder Produktion direkt im ERP verfügbar sind, lassen sich Abläufe besser steuern und Engpässe frühzeitig erkennen. Konkret profitieren KMU vor allem durch:
    • verlässliche Bestandsinformationen in Echtzeit
    • kürzere Durchlaufzeiten durch weniger Abstimmung
    • bessere Planbarkeit von Aufträgen und Ressourcen
    Mobile Datenerfassung (MDE), papierlose Abläufe und Echtzeit-Rückmeldungen sind dabei kein Selbstzweck. Sie sorgen vor allem dafür, dass Zahlen im ERP der Realität entsprechen und Entscheidungen auf einer verlässlichen Grundlage getroffen werden können.

    Fazit: Was die IT Trends in 2026 für KMU wirklich bedeuten

    Diese 7 IT Trends zeigen keine radikal neuen Technologien. Sie zeigen, wo KMU in 2026 konsequent handeln müssen, um im Alltag spürbar besser zu werden:
    • Prozesse ganzheitlich denken
    • ERP als Prozessplattform nutzen
    • Datenqualität ernst nehmen
    • Betrieb und Sicherheit als Routine organisieren
    KMU, die diese Grundlagen schaffen und kontinuierlich weiterentwickeln, sind gut aufgestellt – unabhängig davon, welcher Trend als Nächstes diskutiert wird.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • Was ist eine e-Rechnung? Ein Prozess- und ERP-Thema

    Was ist eine e-Rechnung? Ein Prozess- und ERP-Thema

    Bei einer E-Rechnung denken viele Unternehmen zuerst an die jeweiligen Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD. Tatsächlich beginnt der Mehrwert jedoch erst, wenn die dahinterstehenden Prozesse verstanden werden und das ERP-System einbezogen wird. Eine elektronische Rechnung kann nämlich mehr sein als nur ein maschinenlesbarer Datensatz: Sie ist ein potenzieller Treiber für Effizienz, Automatisierung und Compliance im Rechnungswesen.

    In diesem Artikel zeigen wir, warum die E-Rechnung nur im Zusammenspiel mit dem ERP-System funktioniert und wie Unternehmen ihre Rechnungsprozesse strukturiert und praxisnah digitalisieren.

    Warum E-Rechnung mehr ist als ein Format

    Wer die volle Wirkung der elektronischen Rechnungsstellung nutzen möchte, stellt schnell fest: Die E-Rechnung ist in erster Linie ein Prozess- und ERP-Thema. Es geht nicht nur um ein Dateiformat, sondern um die durchgängige Digitalisierung des gesamten Rechnungsprozesses.

    PDF vs. strukturierte E-Rechnung

    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass PDF-Rechnungen bereits E-Rechnungen sind. Zwar werden PDFs elektronisch versendet, sie lassen sich jedoch nicht automatisiert weiterverarbeiten. Dadurch entstehen Medienbrüche, es sind manuelle Nacharbeiten erforderlich und das Fehlerpotenzial erhöht sich – besonders, wenn Rechnungen in die Buchhaltung übernommen oder archiviert werden müssen.

    Eine echte E-Rechnung enthält strukturierte Daten, die vollständig maschinell verarbeitet werden können. ERP-Systeme können Rechnungen somit automatisch prüfen, freigeben und buchen. Das spart Zeit, reduziert Fehler und beschleunigt den Zahlungsfluss erheblich.

     

    Gegenüberstellung einer PDF-Rechnung und einer e-Rechnung bzw. XML-Rechnung, die aus Code besteht.

     

    Abbildung: Links eine PDF-Rechnung. Rechts eine e-Rechnung im XML-Format. © Beschaffungsamt des BMI.

    Gesetzliche Anforderungen & Übergangsregelungen

    Die Grafik zeigt die Timeline zur gesetzlichen Umsetzung der e-Rechnung in Unternehmen

    Für Unternehmen, die mit Behörden (B2G) oder im B2B-Umfeld arbeiten, gilt zunehmend die Pflicht, strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD zu nutzen. Ab 2025 müssen im Inland ansässige Unternehmen E-Rechnungen gemäß der EU-Norm EN 16931 empfangen und archivieren können. Die darauffolgenden Übergangsregelungen laufen spätestens 2027 aus. Ab 2028 gilt die strukturierte E-Rechnung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen als Standard – technisch wie organisatorisch. Unternehmen, die diese Vorgaben ignorieren, riskieren Bußgelder, Nachzahlungen, Mehraufwand und mögliche Compliance-Probleme.

    E-Rechnung im ERP und Rechnungswesen

    Nun zum großen Ganzen: Eine E-Rechnung entfaltet ihre Vorteile nur, wenn sie nahtlos in das Rechnungswesen und das ERP-System eines Unternehmens integriert ist. Alle Schritte – von der Erstellung bis zur Archivierung – müssen digital abgebildet werden, um Medienbrüche, Fehler und unnötigen Aufwand zu vermeiden.

    GoBD- & DATEV-Konformität

    Elektronische Rechnungen müssen den Anforderungen der GoBD entsprechen. Das heißt, sie müssen unveränderbar, nachvollziehbar und revisionssicher archiviert werden. Gleichzeitig sollte das System DATEV-kompatibel sein, um einen reibungslosen Datenaustausch mit Steuerberatern und Finanzbehörden zu gewährleisten. Ein ERP-System, das diese Standards nicht erfüllt, erzeugt unnötigen Aufwand und birgt rechtliche Risiken.

    Vollintegration vs. Schnittstellenlösungen

    Viele ERP-Systeme verfügen zwar über eine integrierte Finanzbuchhaltung, binden jedoch Funktionen wie E-Rechnungsverarbeitung, Prüf- und Freigabeworkflows oder

    Dokumentenmanagement häufig über Partnerlösungen oder zusätzliche Schnittstellen an. Individuelle oder lose gekoppelte Schnittstellen können dabei zu:

    • mehr Customizing-Aufwand
    • höheren Kosten
    • Komplexere Updates

    führen.

    Eine vollintegrierte e-Rechnungslösung ermöglicht dagegen:

    • Durchgängige Prozesse ohne Medienbrüche
    • Automatisches Prüfen, Freigeben und Buchen von Eingangsrechnungen
    • eine einheitliche Datenbasis in allen Abteilungen
    • schnellere Zahlungszyklen und eine bessere Liquiditätsplanung

    Prozessbereiche: Erstellung, Freigabe, Buchung, Archivierung

    In einem integrierten ERP-System lassen sich alle diese Schritte effizient abbilden.

    1. Erstellung: Deine Rechnungen werden direkt aus dem System erzeugt und Pflichtangaben werden automatisch hinterlegt.
    2. Freigabe: Eure Genehmigungsprozesse lassen sich digital steuern und Verantwortlichkeiten klar zuweisen.
    3. Buchung: Die Verbuchung in der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung erfolgt automatisch, ohne manuelle Eingaben.
    4. Archivierung: Die Archivierung erfolgt dabei immer revisionssicher, GoBD-konform und ist jederzeit abrufbar – sowohl für interne Prüfungen als auch für den Steuerberater.

    VIDEO: E-Rechnungspflicht ab 2025 und die Umsetzung in Sage 100

    Typische Herausforderungen in der Praxis

    Oft scheitert die Einführung der E-Rechnung nicht an der Technologie selbst, sondern an der Umsetzung in den betrieblichen Prozessen. Gerade für KMUs ohne eigene IT-Abteilung stellen Abstimmung, Integration und laufender Betrieb eine besondere Herausforderung dar.

    PDF-Denken & Insellösungen

    Ein häufiges Problem ist, dass Unternehmen E-Rechnungen als PDFs versenden und glauben, das würde ausreichen. In der Realität können PDFs jedoch nicht automatisch verarbeitet werden. Oft entstehen Insellösungen, bei denen Rechnungen manuell geprüft, erfasst und archiviert werden müssen – ein echter Zeit- und Kostenfresser.

    Medienbrüche zwischen Abteilungen

    Werden Rechnungen aus Einkauf, Buchhaltung und IT in unterschiedlichen Systemen bearbeitet, entstehen Medienbrüche. Informationen gehen verloren, Freigaben und Zahlungen verzögern sich und die Fehlerquote steigt. Deswegen muss ein durchgängiger digitaler Prozess her – der kann solche Probleme verhindern.

    Mehraufwand und Compliance

    Nicht integrierte e-Rechnungs-Systeme können für kleine Firmen eine geeignete – weil einfache und kostengünstige – Übergangslösung sein. Auf lange Sicht erhöhen sie allerdings den manuellen Aufwand und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen werden erschwert. Um die hier genannten „Fettnäpfchen“ zu vermeiden, empfiehlt sich eine durchgängige, ins ERP-System integrierte Lösung, wie z.B. softfolio e-Invoice für Sage 100.

    Vorteile der E-Rechnung für Unternehmen

    E-Rechnungen lohnen sich aber nicht nur, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Wer Prozesse, ERP und Rechnungswesen richtig integriert, profitiert in vielfacher Hinsicht: von einer schnelleren Bearbeitung, Kosteneinsparungen und einer verbesserten Datenqualität.

    Effizienz & schnellere Zahlungen

    Automatisierte Prozesse reduzieren manuelle Arbeitsschritte erheblich. Rechnungen werden schneller geprüft, freigegeben und verbucht. Das sorgt für kürzere Durchlaufzeiten und führt zu pünktlicheren Zahlungen – sowohl beim Empfänger als auch beim Rechnungssteller.

    Kosten- & Ressourceneinsparungen

    Unternehmen sparen nicht nur Zeit, sondern auch Geld:

    • Weniger Druck- und Versandkosten
    • Geringerer Papierverbrauch und Lagerbedarf
    • Reduzierter manueller Aufwand

    So können Unternehmen bis zu 60–80 % der Kosten pro Rechnung einsparen, wenn E-Rechnungen vollständig digital verarbeitet werden.

    Datenqualität & Compliance

    Strukturierte Rechnungen liefern saubere, maschinenlesbare Daten und minimieren so Fehlerquellen. Gleichzeitig wird eine GoBD-konforme Archivierung erleichtert, wodurch sich die Risiken bei Betriebsprüfungen reduzieren.

    Nachhaltigkeit und CO₂-Reduktion

    Digitale Prozesse senken nicht nur Kosten, sondern schonen auch die Umwelt: weniger Papier, weniger Transport und weniger Lagerflächen bedeuten nachhaltige Einsparungen und eine messbar bessere CO₂-Bilanz.

    Praxisbeispiele e-Invoice 

    Wie zeigt sich der Mehrwert der E-Rechnung in der Praxis? Unsere Zusammenarbeit mit zwei mittelständischen Unternehmen demonstriert, wie durch prozessoptimierte E-Rechnungen in Verbindung mit ERP-Systemen mehr Effizienz und Kostenersparnis erreicht werden können.

    Case Study Schellinger KG

    Mit Softfolio e-Invoice hat die Schellinger KG ihre Rechnungsprozesse vollständig digitalisiert. Nun werden Rechnungen automatisch erstellt, freigegeben und gebucht, manuelle Erfassungen sind nicht mehr notwendig.
    Ergebnis:

    • Verkürzte Durchlaufzeiten von Rechnungen
    • Geringeres Fehlerpotenzial bei der Buchung
    • bessere Übersicht über offene Posten

    Die Integration in das bestehende ERP-System ermöglichte es dem Unternehmen, Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten, ohne dass zusätzliche Schnittstellen oder komplexe Workarounds nötig waren.

    Case Study Rescue Tec

    Rescue Tec nutzt Softfolio e-Invoice für die strukturierte E-Rechnung und ERP-Anbindung. Die automatisierte Weiterverarbeitung von Lieferantenrechnungen, die zuvor manuell erfasst wurden, ist für sie besonders wertvoll.
    Ergebnis:

    • Deutlich reduzierte Bearbeitungszeit pro Rechnung
    • Verbesserte Datenqualität und Compliance
    • Schnellere Abstimmung zwischen Einkauf und Buchhaltung

    Umsetzung & Best Practices

    Wie erfolgreich eine E-Rechnung ist, hängt maßgeblich davon ab, wie gut Prozesse, ERP-System und Rechnungswesen aufeinander abgestimmt sind. Mit einigen klaren Schritten lassen sich Stolperfallen jedoch vermeiden und die Vorteile voll ausschöpfen.

    Vorbereitung & Software prüfen

    Bevor Unternehmen mit E-Rechnungen starten, sollten sie ihre bestehenden Prozesse analysieren:
    • Gesetzliche Konformität (unterstützte Formate, EN 16931)
    • Nahtlose Integration in bestehende IT (ERP, Buchhaltung)
    • Funktionsumfang für Prüfung, Freigabe und Archivierung
    • Benutzerfreundlichkeit
    • Zukunftsfähigkeit und Anbieter-Support

    ERP-Integration & Schnittstellen

    Eine enge ERP-Integration der e-Rechnungssoftware ermöglicht unter anderem:
    • den automatisierten Abgleich von Rechnungen mit Bestellungen und Wareneingängen
    • die direkte Übergabe relevanter Daten in die Finanzbuchhaltung
    • Buchungsvorschläge auf Basis von ERP-Stammdaten und Kontierungen
    • transparente Freigabeprozesse
    • Rechnungen ohne manuelle Erfassung für Verbuchung und Zahlung vorzubereiten
    Unternehmen, die auf Schnittstellenlösungen setzen, sollten diese außerdem sorgfältig prüfen, um zusätzliche Fehlerquellen zu vermeiden.

    Archivierung & gesetzliche Vorgaben

    Elektronische Rechnungen müssen GoBD-konform archiviert werden. Das bedeutet:
    • Unveränderbare Speicherung
    • Revisionssichere Aufbewahrung
    • Jederzeit abrufbar für Prüfungen oder Steuerberater


    Fazit – E-Rechnung erfolgreich nutzen

    Die E-Rechnung ist mehr als nur ein Dateiformat – sie ist ein Treiber für digitale Prozesse, Effizienz und Kostenersparnis. Unternehmen, die ihre Rechnungsstellung konsequent in ERP-Systeme integrieren, profitieren so von automatisierten Abläufen ohne Medienbrüche, schnelleren Zahlungen, kürzeren Durchlaufzeiten, höherer Datenqualität, mehr Compliance sowie Einsparungen bei Zeit, Papier und Ressourcen.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • ERP für KMU: So optimieren Unternehmen ihre Prozesse

    ERP für KMU: So optimieren Unternehmen ihre Prozesse

    81% der großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern nutzen sie schon, bei den kleinen Unternehmen unter 50 Mitarbeitern kommen sie mit 31% eher seltener vor: Die Rede ist von ERP-Systemen. Warum ein ERP aber auch für KMU einen enormen Mehrwert bringt, welche ERP-Funktionen wichtig sind, die Vor- und Nachteile von On-Premise vs. Cloud, und vieles mehr verrät dir unser Guide.

    Kreisdiagramm, dass den Anteil an KMU zeigt, die ein ERP-System einsetzen

    Was muss ein gutes ERP für KMU können?

    ERP ist kurz für den englischen Begriff „Enterprise Ressource Planning“. Es handelt sich also um eine Software, mit der sich sämtliche kaufmännischen und technischen Prozesse eines Unternehmens abbilden und steuern lassen – vom Einkauf, über die Produktion bis zur Buchhaltung. ERP-Systeme haben das Ziel, ein Unternehmen effizienter und somit wettbewerbsfähiger zu machen, indem sie wichtige Prozesse digitalisieren und automatisieren.

    In einer Umfrage unter Unternehmen, die sich für die Anschaffung von ERP-Software entschieden haben, nannten

    • 89 % die Buchhaltung
    • 67 % Lagerhaltung und Vertrieb
    • 33 % CRM und Vertrieb
    • 21% Technologie


    als wichtigste ERP-Module.

    Kernfunktionen von ERP

    • Buchhaltung und Rechnungswesen
    • Erstellen und Erfassen von Angeboten, Aufträgen, Rechnungen
    • Produktionsplanung und -Steuerung
    • Pflege und Verwaltung von Artikel-, Kunden- und Lieferantenstammdaten
    • Auswertungen und Reporting-Funktionen


    Leider „verwalten“ viele Unternehmen ihre Daten und Prozesse immer noch über Tools wie Excel. Oder sie nutzen jeweils unterschiedliche Softwareprogramme für die unterschiedlichen Abteilungen: Ein System für den Einkauf, ein anderes für die Lagerverwaltung und wieder ein anderes für die Buchhaltung. Solche Systeme nennt man auch „Insellösungen“ und diese führen zu Systembrüchen und Datensilos.

    Ein ERP-System vereinheitlicht nicht nur die Prozesse sondern dient dem gesamten Unternehmen auch als zentrale Daten- und Informationsquelle.

    Vorteile von ERP:

    Ein ERP für KMU schafft vor allem Vorteile, weil es kleinere Teams entlastet und Prozesse standardisiert, die sonst oft noch manuell laufen.

    • Effizientere, standardisierte Prozesse
    • Kürzere Durchlaufzeiten
    • Du kannst deine Kunden schneller und zuverlässiger bedienen
    • Das wiederum sorgt für mehr Kundenzufriedenheit


    Umfrage zum Thema Nutzen von ERP-Systemen für Unternehmen


    ERP für KMU: sinnvolle Investition oder nur ein Kostenfaktor?

    ERP-Systeme sind grundsätzlich für nahezu jedes Unternehmen geeignet, dass Wert auf Effizienz und Automatisierung seiner Prozesse legt – unabhängig von Größe und Branche. Doch besonders in kleineren und mittelständischen Unternehmen haftete der ERP-Software lange Zeit das Vorurteil an, so ein System sei zu teuer, zu komplex und aufwändig in der Betreuung. Zum Glück gibt es heutzutage aber eine Vielzahl an ERP-Anbietern, die sich auf die Bedürfnisse und Anforderungen von KMUs spezialisiert und ihre Software genau darauf zugeschnitten haben.

    Während ERP-Systeme grundsätzlich für nahezu jedes Unternehmen sinnvoll sind, wird ihr Nutzen für produzierende KMU besonders deutlich. Produzierende KMU stehen unter hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck. Ihre zahlreichen, eng verzahnten Prozesse erfordern zudem eine intensive Zusammenarbeit zwischen Abteilungen. Deshalb brauchen sie Funktionen, die über die Standards von Buchhaltung oder Warenwirtschaft hinausgehen, etwa:

    • CAD-Integration
    • Maschinenanbindung (MES)
    • Kapazitätsplanung
    • Produktkonfigurator


    Wie solche spezialisierten Funktionen aussehen können, zeigt etwa die integrierte Arbeitsplatzauslastung in Sage 100: Sie visualisiert in Tabellen und Grafiken die aktuellen Kapazitäten von Mitarbeitern und Maschinen und unterstützt so die optimale Termin- und Ablaufsteuerung.


    Unabhängig von der Größe und Branche eignet sich die ERP-Einführung für Unternehmen, die:

    • Zunehmende Datensilos und Systembrüche feststellen
    • Nutzung von Schatten-IT reduzieren wollen
    • Eine Zunahme von nicht-standardisierten Prozessen verzeichnen
    • Ihre Prozesse nur mit hohem personellen Aufwand bewältigen 
    • Aufträge kaum noch manuell bewältigt werden können


    Das ERP-System ist das operative Rückgrat der Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens, so hat es Jeanne Ross, Wissenschaftlerin an der MIT Sloan School of Management, ausgedrückt.

    „In den 90er und frühen 2000er Jahren haben sich die Unternehmen ERP und CRM angeschafft […]. Nun, der Moment ist gekommen, in dem das nicht mehr optional ist. Was wir jetzt brauchen, ist ein großartiges operatives Rückgrat (ERP), denn ohne dieses kann man keine Kundenbindung oder digitalisierte Lösungen anbieten.“

    Sicher, ein ERP-System allein macht dein Unternehmen nicht zwingend besser als deine Wettbewerber. Aber ohne ERP bist du auf jeden Fall schlechter. Besonders KMU in der Fertigung und im Handel profitieren von einer einheitlichen Datenverwaltung, Automatisierung und Best Practice Prozessen.

    Worauf müssen KMU bei der ERP-Auswahl achten?

    Eine fundierte ERP-Auswahl ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen digitalen Wandel. Es ist oft gar nicht so einfach, aus der Vielzahl an Technologien und Anbietern das richtige ERP-System für das eigene Unternehmen herauszufiltern. Deshalb beginnt der Prozess immer mit deinen Anforderungen: Überlegen dir genau, was du brauchst, und erstelle einen Anforderungskatalog – immer mit dem tatsächlichen betrieblichen Bedarf im Blick. Schließlich bestimmt die Einführung eines ERP-Systems maßgeblich, wie dein Unternehmen in Zukunft arbeitet.

    Wie du in wenigen Schritten einen Anforderungskatalog für deine ERP-Auswahl erstellst, erfährst du hier:

    1. Ist-Analyse durchführen

    Überlege zunächst, welche Prozesse in deinem Unternehmen aktuell ablaufen. Welche Aufgaben erledigst du mit welchen Systemen? Notiere, was gut läuft und wo es noch hakt.

    2. Ziele festlegen

    Bestimme, was du mit dem neuen ERP-System erreichen möchtest – z. B. effizientere Abläufe, automatische Bestellvorgänge oder eine bessere Datenübersicht.

    3. Anforderungen aufschreiben

    Erstelle eine Liste mit den wichtigsten Funktionen, die dein ERP-System haben muss.

    Dabei kann es helfen, diese in:

    • Must-have: Unverzichtbare Funktionen, die es unbedingt geben muss.
    • Nice-to-have: Zusätzliche Funktionen, die zwar hilfreich wären, aber nicht zwingend erforderlich sind.

    4. Beteiligte einbinden

    Sprich mit den Kollegen aus den verschiedenen Abteilungen – Einkauf, Produktion, Vertrieb, IT und Buchhaltung. So bekommst du ein realistisches Bild, was wirklich gebraucht wird.

    5. Prioritäten setzen

    Ordne deine Liste nach Prioritäten. Welche Funktionen sind kritisch für den täglichen Betrieb und welche können auch später erweitert werden?

    6. Dokumentieren & kommunizieren

    Schreibe alles übersichtlich auf – idealerweise in einem Dokument, das allen Entscheidungsträgern zur Verfügung steht. So kann jeder nachvollziehen, warum bestimmte Anforderungen wichtig sind.

    Modulares ERP & Cloud ERP: Flexible Lösungen für kleine Unternehmen

    Gerade kleine und mittelständische Unternehmen benötigen ein ERP-System, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Es sollte nicht mit unnötig komplexen Funktionen überfrachtet sein, aber dennoch mit dem Unternehmen wachsen können, um auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Auch die Projektkosten und der Zeitaufwand für die ERP-Einführung lassen viele KMU zögern. Sie verfügen meist nicht über eigenes IT-Personal oder eine eigene IT-Infrastruktur.

    Häufige Herausforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen im Zusammenhang mit ERP-Systemen:

    • Hohe Anfangsinvestitionskosten
    • Lange Implementierungszeiten
    • Mangel an IT- und personellen Ressourcen
    • Komplexität der ERP-Systeme, da diese oft auf größere Unternehmen ausgerichtet sind
    • Unklarheit über künftige Anforderungen
    • Begrenzte Kenntnisse und Fehlannahmen über ERP-Systeme
    • Change Management

    Lösungsansatz 1: Modulares ERP

    Ein modulares ERP-System kann hier für einige der Herausforderungen Abhilfe schaffen. Ein modulares ERP besteht aus verschiedenen Bausteinen – wie Warenwirtschaft, Rechnungswesen, CRM, etc. – die sich einzeln implementieren und kombinieren lassen. Wenn du also erstmal nur Warenwirtschaft und Rechnungswesen benötigst, kannst du diese zuerst einführen und nutzen und dein ERP-System bei Bedarf später um weitere Module wie Produktion oder CRM erweitern. Das schont einerseits deine Ressourcen und Kapazitäten und hat den Vorteil, dass das System skalierbar ist und mit dir und deinen Anforderungen mitwächst.

    Anbieter wie Sage, die über Partnernetzwerke verfügen, stellen zudem weitere Add-Ons und Speziallösungen über die Partner bereit. So kannst du dein ERP-System um spezielle Funktionen erweitern, die sich nahtlos in dein ERP-System integrieren.
    Ja, ein ERP-System erfordert eine gewisse finanzielle Investition. Viele KMU bleiben bei Excel oder veralteten Systemen, weil sie vermeintlich günstiger oder leichter sind. Excel ist ohne Zweifel ein wertvolles, weil vielseitiges und einfach zu bedienendes Programm. Doch Excel stösst insbesondere bei Steuerung, Reporting und konsistenter Datenpflege schnell an seine Grenzen. Eine Befragung von 1000 CFOs in 23 Branchen ergab, dass 60% der Befragten zu viel Zeit mit der Bereinigung und Bearbeitung von Daten verbringen und 40 % bezweifeln die Vertrauenswürdigkeit ihrer Daten.

    In der Praxis zeigt etwa der Hersteller für Rangiersysteme DJ Products, dass eine Kombination aus veralteter Software und Excel den Zugriff auf entscheidende Unternehmensdaten einschränkt. Außerdem erfüllen Excel und ältere Systeme oft nicht die GoBD-Anforderungen, was Compliance- und Sicherheitsrisiken birgt.

    Sage 100 modulares ERP

    Die Grafik verbildlicht den Aufbau eines modularen ERP-Systems am Beispiel des ERPs Sage 100.

    Lösungsansatz 2: Cloud ERP/Saas ERP

    KMUs, die Wert darauflegen, dass ihr ERP System schnell implementiert und einsatzbereit ist, Wert auf Skalierbarkeit und benutzerfreundliche Standardsoftware legen und nicht in eigene IT-Ressourcen investieren möchten, sollten ein Cloud bzw. Saas ERP-System in Betracht ziehen. Interessanterweise betreiben 52 % der KMU in Deutschland ihr ERP-System als On-Premise-Lösung. Es sind in erster Linie die größeren Unternehmen, die sich die Cloud-Technologie zu eigen machen. Obwohl gerade KMU von den Fähigkeiten moderner Cloud ERP-Systeme profitieren können.

    Ein cloud-natives ERP wie z.B. Sage Distribution and Manufacturing Operations wird über einen beliebigen Web-Browser abgerufen und genutzt, wie man es von Saas-Plattformen wie Hubspot kennt. Es sind also keine eigenen Server nötig, Updates werden automatisch eingespielt und das ERP ist nach der Datenmigration sofort einsatzbereit. SDMO und andere Saas ERP-Lösungen sind weniger komplex und daher schnell zu erlernen und einzuführen. Allerdings ist der Spielraum für Anpassungen in Form von Individualprogrammierungen geringer als bei On-Premise-Lösungen.


    Wie Unternehmen mit ERP ihr Business optimieren – Praxisbeispiele

    Funktionierende Lieferketten und effiziente Logistik

    Ein Traditions-Hersteller von Präzisionstechnik stand durch den Branchenwandel hin zur Digitaltechnk vor neuen Herausforderungen. Lieferketten und eine effiziente Logistik rückten in den Mittelpunkt und erforderten eine Neuausrichtung der IT-Landschaft.
    Mit dem ERP Sage 100 deckt das Unternehmen heute CRM, Warenwirtschaft, Rechnungswesen und Produktion ab und ist mit rund 20 externen Systemen wie Webshop und EDI vernetzt.

    Ergebnisse:

    • Flexibilität & Effizienz: Dank AppDesigner lassen sich individuelle Anpassungen deutlich schneller und einfacher umsetzen. Der Updateaufwand ist um 80% gesunken.
    • Zukunftssicherheit: ERP-Landschaft kann mit neuen Anforderungen wachsen.

    IT-Sicherheit und Transparenz auf höchstem Niveau

    Ein Anbieter für USV-Anlagen arbeitete früher mit einem alten, überlasteten IT-System, dass aus mehreren Insellösungen bestand, die weder den hohen Sicherheitsanforderungen noch den Service- und Mietprozessen gerecht wurden.
    Heute setzt der USV-Anbieter das modulare ERP-System Sage 100 in der Cloud ein, inklusive des integrierten CRM-Systems. Neben dem modularen Aufbau schätzt das Unternehmen auch das hohe Sicherheitsniveau.

    Ergebnisse:

    • Mobiler Zugriff des Vertriebs auf sämtliche Kundendaten
    • Schnellere Angebotserstellung und Auftragsbearbeitung
    • Einfachere Termin- und Logistikkoordination
    • Komfortable Echtzeit-Dokumentation für Service-Mitarbeiter
    • Mehr Transparenz für Geschäftsleitung


    Fazit

    Ein ERP-System unterstützt mittelständische Unternehmen aller Branchen, die Effizienz zu erhöhen und den Service für ihre Kunden zu verbessern. Ein ERP-System alleine ist noch kein Patentrezept für geschäftlichen Erfolg, aber ein gut ausgewähltes und konsequent eingesetztes ERP-System steigert deine Wettbewerbsfähigkeit mehr, als Excel-Listen es je tun könnten.

    Dabei lohnt es sich, über den Tellerrand der Standard-Funktionen zu schauen und ein ERP zu wählen, dass flexibel anpassbar und skalierbar ist, damit das System mit deinem Wachstum Schritt halten kann.
    Während eine On-Premise-Installation auch für KMU Sinn machen kann und letztendlich von deinen individuellen Bedürfnissen und Umständen abhängt, geht der Trend klar zu Cloud-Systemen.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • Digitalisierung in Unternehmen – 4 Ideen für den schnellen Einstieg

    Digitalisierung in Unternehmen – 4 Ideen für den schnellen Einstieg

    Wer kennt ihn nicht, den Witz über Faxgeräte in deutschen Unternehmen. Man liest und hört es immer wieder: Der deutsche Mittelstand tut sich schwer mit der Digitalisierung. Aber die Pandemie hat gezeigt, dass die Digitalisierung in Unternehmen kein Mammutprojekt sein muss. Schon kleine Veränderungen – wie die Einführung von virtuellen Meetings und Arbeitsplätzen – können große, nachhaltige Wirkung entfalten und relativ schnell umgesetzt werden. Solche leicht realisierbaren Schritte nennt man „Quick Wins“ und genau solche Ideen wollen wir dir hier vorstellen.

    Sollte sich dein Unternehmen also auch schwer tun mit der Erarbeitung und Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen, findest du in diesem Artikel ein paar Denkanstöße für den Einstieg. Sie sind ein idealer Startpunkt für KMU. 

    Kleine Schritte in der Digitalisierung: Was sind Quick Wins?

    Ein Quick Win ist eine Maßnahme mit vergleichsweise geringem Aufwand, die schnell umsetzbar ist und sichtbare, positive Effekte erzielt. Dabei handelt es sich oft um kleinere Veränderungen oder gezielte Verbesserungen in bestehenden Prozessen, Tools oder Arbeitsweisen.

    Diese kleinen Digitalisierungsmaßnahmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit überschaubaren Ressourcen realisiert werden können und dennoch Wirkung zeigen, etwa durch mehr Effizienz, bessere Zusammenarbeit oder schnelleren Kundenservice. Auch Teilziele, frühe Meilensteine oder Etappenerfolge in größeren Digitalisierungsprojekten gelten als Quick Wins, wenn sie spürbaren Nutzen bringen.

    „Digitalisierung light“ – Gefahr oder Chance? 

    Quick Wins gelten als hilfreicher Einstieg in die Digitalisierung in Unternehmen. Gleichzeitig gibt es Kritiker, die sie als oberflächlich, strategielos oder nur kurzfristig wirksam erachten. Was stimmt und worauf kommt es wirklich an?

    Die folgende Gegenüberstellung zeigt typische Einwände und wie man die Digitalisierung in Unternehmen sinnvoll und wirksam mit Quick Wins vorantreiben kann.

    Kontra Quick Wins
    Pro Quick Wins
    Sind oberflächlich und uninspiriert. „Wer Quick Wins sucht, macht es sich zu einfach.“
    Sie schaffen echte Entlastung, lösen akute Probleme und ermöglichen erste digitale Erfahrungen ohne Überforderung.
    Sie lenken vom Wesentlichen ab. Wichtige Strukturfragen oder tiefgreifende Transformationen bleiben liegen.
    Sie bauen Grundlagen für Weiterentwicklung. Richtig eingesetzt, schaffen sie Sichtbarkeit, Motivation und den Einstieg in größere Vorhaben.
    Mit Quick Wins baut man kein gutes Produkt. Komplexe Lösungen brauchen Zeit, Strategie und Tiefe.
    Quick Wins ≠ Produktentwicklung, sondern Prozess- oder Wissensdigitalisierung. Sie helfen, Kapazitäten zu schaffen, auch für gute Produktentwicklung.
    Sie sind „etwas für faule Leute“. Wer keine Lust auf echte Veränderung hat, holt sich ein paar Tools und nennt das Digitalisierung.
    Sie sind realitätsnah, nicht „faul“. Gerade KMU mit wenig Personal, Budget oder Know-how brauchen lösungsorientierte, einfache erste Schritte.
    Oft bleiben sie isoliert. Einzelne Tools ohne Integration bringen langfristig nichts.
    Wenn man sie klug integriert, entfalten sie Wirkung. Wenn sie Teil eines wachsenden digitalen Mindsets sind, sind sie Startpunkte, keine Endpunkte.

    Kleine Maßnahmen sind kein Ersatz für eine Strategie, können aber ein sinnvoller Einstieg in die Digitalisierung in Unternehmen sein.

    Wichtig ist, sie bewusst im Kontext der eigenen Ziele und Werte zu prüfen. Nicht jede Maßnahme passt zu jedem Unternehmen oder Zeitpunkt. Manchmal braucht es ergänzende oder langfristiger gedachte Ansätze, um nachhaltige Wirkung zu erzielen. Doch oft können Quick Wins den entscheidenden ersten Schritt darstellen, um erste Prozessverbesserungen zu erreichen und Digitalisierung weiterzudenken.

    Vision ohne Ausführung ist Halluzination.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

    Digitalisierung in Unternehmen vorantreiben – 4 Ideen als Inspiration

    1. Digitale Produkte entwickeln und anbieten

    Digitalisierung ist nicht nur ein Werkzeug, um interne Abläufe zu optimieren oder effizienter zu arbeiten, sondern sie eröffnet auch neue Einnahmequellen. Zum Beispiel in Form von digitalen Produkten. Das sind immaterielle Güter, die in Form von Dateien oder digitalen Dienstleistungen bereitgestellt und online verkauft werden. Dazu gehören unter anderem Onlinekurse, E-Books und Vorlagen oder Dateien (z.B. CAD-Dateien, Add-Ons, etc.).

    Der große Vorteil: Solche digitale Produkte lassen sich relativ einfach und kostengünstig erstellen, vervielfältigen und digital vertreiben, auch weit über den eigenen Unternehmens-Standort hinaus.

    Ein Beispiel:
    Eine kleine Firma, die im Anlagenbau tätig ist, bietet ihren Kunden Vor-Ort-Kurse zur Wartung und Pflege der Anlagen an. Diese Vor-Ort-Kurse sind jedoch für beide Seiten aufwendig und teuer.

    Mögliche Lösung: Den Kurs einmal professionell aufnehmen und als Video-On-Deman-Kurs über die eigene Website oder eine Plattform anbieten. Der Kurs steht dann unbegrenzt vielen Kunden zur Verfügung, jederzeit und überall abrufbar. Das spart Zeit, Geld und steigert gleichzeitig die Kundenzufriedenheit.

    Auch Subscription- oder Membership-Modelle sind eine spannende Möglichkeit, um Kunden regelmäßig Mehrwert zu bieten und wiederkehrende Umsätze zu generieren. Besonders im Dienstleistungs- und Softwarebereich bewährt – aber auch Unternehmen im Handel oder der Fertigung können damit kreativ werden.

    Hier ein paar mögliche Ansätze:

    • Abonnement-Boxen z. B. für Werkzeuge, Ersatzteile oder Sicherheitsausrüstung
    • Maschinen-Vermietung auf Subscription-Basis (Equipment as a Service)
    • Standortverfolgung & Sicherheitsanalyse als Service

    Wichtig bei der Umsetzung von digitalen Produkten und Subscription-Modellen ist:

    • Du musst nicht alles sofort perfekt machen. Fang klein an, teste deine Idee mit einem MVP (Minimum Viable Product) und entwickle dann weiter.
    • Nutze Baukastensysteme oder bestehende Plattformen, statt alles selbst zu entwickeln.
    • Technische Leistungen outsourcen oder über Kooperationen nutzen

    Eine Infografik, die eine Auflistung von digitalen Produkten und deren Vorteile auflistet, im Rahmen von Digitalisierung in Unternehmen

    2. Ein Wissensmanagement einsetzen

    Wenn deine kenntnisreichsten Mitarbeiter morgen dein Unternehmen verlassen würden, was würdest du tun? Arbeitnehmer wechseln heutzutage häufiger Unternehmen als in vergangenen Dekaden und nehmen dabei auch ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz mit. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das nicht nur ineffizient, sondern auch ein Wettbewerbsnachteil.

    Ein funktionierendes Wissensmanagement hilft, Know-how im Unternehmen zu halten. Es sorgt außerdem für eine schnellere, effizientere Einarbeitung neuer Kolleg:innen, denn es kann als eine Art Self-Service-Onboarding dienen. Sinn und Zweck eines Wissensmanagements ist die zentrale Speicherung und der Transfer von Wissen innerhalb des Unternehmens, wie interne Abläufe, Software-Tutorials oder Best Practices. Auch ein Hilfe-Center auf der Website fällt in diesen Bereich und kann das Kundenerlebnis deutlich verbessern, indem es Support-Anfragen reduziert und schnelle Antworten liefert (dazu in einem anderen Abschnitt mehr). Trotz all dieser Vorteile wird der Aufbau und die Pflege eines Wissensmanagements gerade in kleineren Unternehmen vernachlässigt.

    Dabei muss Wissensmanagement nicht gleich ein riesiges IT-Projekt mit komplexen Softwarelösungen und hunderten Funktionen sein. Vielmehr zählen Struktur, Klarheit und der Wille, Wissen zu teilen. Das Wissen muss leicht auffindbar und aktuelle sein.
    Starte am besten mit den kritischsten Prozessen und Fragen, die immer wieder auftauchen, etwa im Onboarding oder im Kundensupport.

    Für die Erstellung eines Wissensmanagements stehen dir – je nach Anforderungen und Budget – folgende Optionen zur Verfügung:

    DMS (Dokumentenmanagement-System): Diese Variante liegt nahe, wenn du bereits ein DMS in deinem Unternehmen einsetzt und kein Geld in zusätzliche Software investieren möchtest. DMS dienen als zentrales Ablagesystem für Dokumente, Bilder, E-Mails und sogar Audio- und Videodateien. Die Mitarbeiter können also ihr Wissen – wie z.B. Prozessbeschreibungen oder Best Practices – in Form von Dokumenten oder Videos im DMS ablegen und ihren Kollegen zur Verfügung stellen. DMS-Systeme verfügen auch über eine Suchfunktion, sodass Mitarbeiter Wissen leicht finden können.

    Allerdings sei hierzu gesagt, dass dies eher einen Workaround darstellt und DMS-Systeme in erster Linie für die Digitalisierung und rechtssichere Archivierung von Geschäftsdokumenten gedacht sind.

    Open Source Wiki: Wikimedia und Dokuwiki sind Open Source Programme, mit denen du kostenlos dein eigenes Firmen-Wiki erstellen kannst. Sie sind benutzerfreundlich, erweiterbar und bieten ausreichend Funktionen für ein Wissensmanagement. Aufgrund ihrer Open Source Struktur sind sie lizenzfrei und somit kostenlos, erfordern allerdings auch etwas IT-Know How für den Aufbau und die Pflege.

    SaaS: Möchtest du mehr Funktionen für die Kollaboration (z.B. Kommentare, Likes, etc.) Rechteverwaltung, Datenanalyse und ein modernes Design, dann ist spezielle Wissensmanagement-SaaS die richtige Wahl für dich. Zendesk, Slite und Confluence sind nur einige Beispiele. Beachte jedoch, dass für diese Tools extra Lizenzkosten anfallen.

    Digitalisierung in Unternehmen umsetzen mithilfe eines Wissensmanagements, wie DokuWiki.

    3. Remote Work Enablement

    Das Ermöglichen von Remote Work ist ein weiterer potenzieller Quick Win, mit dem du durch Digitalisierung Prozesse optimieren, Kosten senken und dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken kannst.

    Fakt ist: 75% der Arbeitnehmer wünschen sich ein hybrides Arbeitsmodell, im Schnitt mit 3 Homeoffice-Tagen pro Woche. Ganze 19% der Befragten würden am liebsten ausschließlich remote arbeiten. Das hat eine Erhebung des Future of Work Labs in Konstanz ergeben.

    Und es geht noch weiter: Laut der TU Darmstadt wäre sogar jeder 4. Arbeitnehmer bereit zu kündigen, wenn keine Möglichkeit für mobile Arbeit angeboten wird. Besonders ausgeprägt ist das bei Beschäftigten unter 40.

    Versuche, als Unternehmer oder Entscheider, diese Entwicklung positiv zu betrachten: Durch die Standortunabhängigkeit vergrößert sich dein Bewerberpool erheblich. Gerade KMU in ländlichen Regionen können hier massiv profitieren, weil sie plötzlich Talente gewinnen, die vorher gar nicht in Betracht gezogen hätten, umzuziehen.

    Alle Vorteile von Homeoffice auf einen Blick:

    • Kostensenkung
    • Skalierbarkeit
    • Zugang zu einem größeren Talentpool
    • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung
    • Erhöhte Resilienz bei Ausfällen, Pandemien oder in Krisen

    Und das Beste ist, dass du die technischen Voraussetzungen hierfür vermutlich schon geschaffen hast. Seit der Corona-Pandemie setzen Unternehmen vermehrt auf Tools, die virtuelle Meetings, File Sharing und Kollaboration möglich machen. Die Chancen stehen gut, dass du einige – wenn nicht sogar alle – dieser Tools bereits im Einsatz hast. Warum also nicht noch mehr daraus machen?

    4. Self Service Portal für deine Kunden

    Eine relativ einfache Möglichkeit, den internen Arbeitsaufwand zu verringern und gleichzeitig deinen Kunden Mehrwert sowie eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit zu bieten, ist das Einrichten eines Self Service-Portals auf deiner Website.
    70-80 % der B2B-Entscheidungsträger bevorzugen digitale Selbstbedienung oder menschliche Interaktionen aus der Ferne.

    Self-Service-Portale können vielfältige Formen annehmen und unterschiedliche Ziele verfolgen:

    • Knowledgebase oder FAQ-Bereich
    • 24/7 AI Chatbot
    • B2B Self Service Portal (z.B. Kundenportal für Bestellungen und Transaktionen oder Verwalten von Daten und Dokumenten)

    Wie setzt man Self Service Portale um?

    Für viele dieser Formate benötigst du keine neue Software, große Budgets oder aufwendige Projekte. Vieles geht bereits mit den Tools, die du wahrscheinlich ohnehin schon einsetzt:

    CRM- und CMS-Systeme
    Viele moderne CRMs verfügen normalerweise über integrierte Chat- oder Supportfunktionen (z.B. Chatbots oder Ticketsysteme), die du auf deiner Website Seite einbetten kannst.

    CMS (Contentmanagement-Systeme) und Website-Tools wie Hubspot oder WordPress bieten einfache Module für FAQs, Datenbanken für Hilfe-Artikel und Chatbots.

    Speziallösungen
    Je nach Anspruch (und dem, deiner Kunden) und Budget gibt es auch spezielle All-In-One Software, die CRM, File Sharing, Umsatzmanagement in einem Client Portal vereint.
    Einige der bekanntesten Anbieter sind Taxdome für Dienstleister & Kanzleien, Clinked oder SuiteDash.

    Allerdings hat eine so umfangreiche Funktionalität auch ihren Preis. Ähnlich wie bei den digitalen Produkten empfiehlt es sich erst einmal deine Idee von einem Client Portal mit einem MVP zu testen. So kannst du überprüfen, ob und wie das Self Service Portal überhaupt genutzt wird und dir Feedback von deinen Kunden holen, bevor du das Portal ausbaust und Geld in eine spezielle Software investierst.

    Das Bild zeigt im Illsutrationsstil eine Frau, die mit einem Chatbot redet. Chatbots sind eine einfache aber nützliche Maßnahme für die Digitalisierung in Unternehmen.

    Fazit

    Wie du siehst, braucht es nicht immer ausführliche IT-Projekte und hohe Budgets, um Prozesse zu digitalisieren, effizienter zu gestalten oder das Kundenerlebnis zu verbessern. Manchmal ist der wichtigste Schritt einfach anzufangen. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell das möglich sein kann.

    Prüfe dafür zunächst, welche Maßnahmen für dein Unternehmen – und deine Kunden – wirklich relevant sind und Mehrwert bringen. Nutze dafür zunächst die Tools, die du ohnehin schon im Einsatz hast und teste dein Konzept im Kleinen, mit einem MVP. Für erweiterte Anforderungen gibt es passende Speziallösungen, zu erschwinglichen Konditionen (z.B. kostenlose Tools mit Basisfunktionen) oder sogar als Open-Source-Lösung.

    Quick Wins ersetzen keine Digitalstrategie. Aber sie sind ein wirkungsvoller Einstieg in größere Projekte, motivieren dein Team und fördern ein digitales Mindset in der Organisation.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • ERP-Einführung meistern mit diesen 6 Erfolgsfaktoren

    ERP-Einführung meistern mit diesen 6 Erfolgsfaktoren

    Du bist bereit, den Excel-Listen Lebewohl zu sagen oder du wechselst von deinem veralteten ERP-System auf ein zukunftsfähigeres ERP. Wie dem auch sei, du möchtest am liebsten sofort mit deinem neuen ERP-System loslegen – verständlich, aber eine ERP-Einführung braucht Planung, denn schließlich ist so ein ERP-System im Durchschnitt 10-15 Jahre im Einsatz. Daher ist es umso wichtiger, sich für eine ERP-Einführung Zeit zu nehmen, diese gut zu planen und sich auf die Erfolgsfaktoren zu konzentrieren. Und welche das sind, erfährst du in diesem Artikel.

     1. Testverfahren als Schlüssel für eine erfolgreiche ERP-Einführung

    Was machst du, wenn du ein neues Auto kaufst? Klar, du fährst erstmal Probe. Und genau das solltest du auch mit einem ERP-System tun, dass du die nächsten 10 Jahre nutzen wirst!

    Bevor jetzt aber einfach jeder Mitarbeiter ohne Plan für sich selbst testet, ist es ratsamer einen strukturierten Testplan zu erstellen. Und ja, auch KMU sollten ihr System testen, wenn auch mit geringerem Umfang. Natürlich steht ihr mit der Erstellung so eines Testplans nicht allein da, sondern den erstellt und organisiert ihr in Zusammenarbeit mit eurem ERP-Anbieter.

    Im Testplan wird festgelegt:

    1. Welche Funktionen und Prozesse geprüft werden sollen.
    2. Wie getestet werden soll (Integrationstest, Lasttest, etc.)
    3. Realistische Testdaten und -Szenarien werden erstellt
    4. Wer testet was, wann – und wer dokumentiert wo?

    Gerade wenn die Ressourcen knapp sind, sollte man sich auf die Kernprozesse und -Funktionen sowie auf realistische Szenarien konzentrieren, anstatt seltene Szenarien zu testen.
    Die Tests werden normalerweise von Key-Usern durchgeführt. Die Key-User dokumentieren ihre Testergebnisse und alle auftretenden Fehler. In der Regel sind mehrere Testdurchläufe nötig – bis keine kritischen Fehler mehr auftreten.

    Die Grafik zeigt in Form eines Balkendiagramms die Ergebnisse einer Umfrage zum Thema "Was würden Unternehmen bei der nächsten ERP-Einführung anders machen?"

    2. Schulungen: So machst du dein Team fit für das neue ERP-System

    Ein ERP-System ist nur so gut, wie es auch im Alltag angewendet wird. Damit deine Mitarbeiter also das volle Potenzial aus dem ERP-System herausholen können, sind Schulungen ein Muss. Auf die Frage, was sie bei ihrer nächsten ERP-Einführung anders machen würden, antworteten 20% der befragten Unternehmen, dass sie ihre Mitarbeiter stärker schulen & beteiligen würden!

    Zuerst musst du die Key-User für dein Unternehmen bestimmen. Key-User betreuen die ERP-Einführung und sind Bindeglied zwischen der Projektleitung und der Belegschaft bzw. den Endanwendern. Ein guter Key-User muss ein tiefes Verständnis für Prozesse in seinem Bereich mitbringen, eine gewisse IT-Affinität aufweisen und Geschick im Umgang mit Menschen haben.

    ERP-Schulungen finden parallel zum Implementierungsprozess statt. Heutzutage funktioniert es meistens so, dass zunächst der ERP-Anbieter die Key-User schult und die Key-User ihre Kollegen bzw. die Endanwender schulen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Key-User sehr genau den Arbeitsalltag und die Herausforderungen ihrer Kollegen kennen. Außerdem steigt bei der Belegschaft die Akzeptanz des neuen ERP-Systems, wenn die Schulung von vertrauten Kollegen durchgeführt wird.
    Sollte aufgrund fehlender Ressourcen eine Schulung durch Key-User in deinem Unternehmen nicht möglich sein, kann alternativ der ERP-Anbieter die Schulungen übernehmen.

    Grundsätzlich sollte ein Schulungsplan erstellt werden, in dem folgendes geregelt wird:

    • Wer wird von wem geschult?
    • Wo wird geschult – in Präsenz im Unternehmen oder online?
    • Wie lange werden die User geschult?
    • Welche Inhalte/ Unterlagen gibt es?
    • Wer erstellt die Schulungsunterlagen – die Key-User oder der ERP-Anbieter
    • Welches Equipment ist nötig?

    3. Klare Ziele und Vorgaben für die ERP-Einführung definieren

    Um es direkt vorwegzusagen: Funktionswünsche für ein ERP-System sind keine Ziele!
    Mit „klare Ziele und Vorgaben“ sind vielmehr 2 Dinge gemeint:


    1. Welches Ziel verfolgst du mit der ERP-Software?
    Wahrscheinlich lautet deine Antwort grob, effizienter und damit wettbewerbsfähiger werden. Aber was heißt das konkret für dein Unternehmen? Du und dein Team sollten die ERP-Einführung von eurer Unternehmensstrategie ableiten. Eine gute Strategie gibt euch die Richtung vor und zeigt auf, welche Geschäftsprozesse angepasst werden müssen. Je mehr die Unternehmensstrategie mit der ERP-Strategie in Einklang ist, desto wahrscheinlicher ist die Einhaltung von Budget- und Zeitvorgaben.

    Dabei solltet ihr euch schon bei der ERP-Auswahl folgende Fragen stellen:

    • Wo befinden wir uns?
    • Wo wollen wir hin?
    • Wie kann ein ERP-System uns dabei unterstützen?

    2. Auf der anderen Seite sind mit Zielen und Vorgaben die Planung und das Projektmanagement gemeint.
    Also: Wer hat im Rahmen der ERP-Einführung wann, was zu erledigen? Wer hat welche Rolle im Projekt? Heutzutage gibt es natürlich jede Menge PM-Tools wie Asana, Teamwork, Monday, usw., die diese Projektplanung erleichtern. Wichtig ist hier aber vor allem auch die stetige, offene Kommunikation zwischen Projektbeteiligten. So werden Konflikte und Missverständnisse vermieden. KMU haben es hier erfahrungsgemäß etwas einfacher, da die meist flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege die Wissensverbreitung begünstigen.

    4. Geschäftsleitung: Warum ERP-Einführung Chefsache ist

    Viele IT-Projekte leiden darunter, dass die Geschäftsführung zu viel delegiert und in den Projekten selbst zu wenig zu Hause ist. Je unternehmenskritischer eine neu eingeführte Software ist, desto besser ist es, wenn die Geschäftsleitung nah am Projekt ist. Und das trifft bei einer ERP-System definitiv zu.

    Hier sind einige konkrete Lösungsansätze, wie sich die Geschäftsführung am Projekt beteiligen sollte:

    1. Den Stellenwert des Projektes im ganzen Unternehmen kommunizieren und an wichtigen Projekttreffen teilnehmen
    2. Als Eskalationsinstanz bereitstehen, um Konflikte zu lösen und Hindernisse zu beseitigen
    3. Personelle Ressourcen bereitstellen: Das Tagesgeschäft ist wichtig, aber gib deiner ERP-Einführung die nötige Priorität, die es braucht. Das bedeutet, dass z.B. Projektleitern und Key-Usern Zeit gegeben wird, um ihre Aufgaben für die ERP-Einführung zu erledigen und das realistische Deadlines gesetzt werden.

    Die Grafik zeigt 4 Schlüsselbereiche, in denen das Top Management die ERP-Einführung im eigenen Unternehmen unterstützen kann

    5. Das richtige ERP-Projektteam aufstellen

    Auch wenn es sich bei einer ERP-Einführung um ein IT-Projekt handelt, ist der menschliche Faktor nicht zu unterschätzen. Für den Erfolg deiner ERP-Einführung ist ein Team aus kompetenten und verlässlichen Mitarbeitern das A und O. Wie bereits erwähnt müssen die Key-User eine Mischung aus Verständnis für die Unternehmensprozesse, IT-Affinität und Sozialkompetenz mitbringen. Besonders, wenn es an die Schulungen der End-User geht, ist es hilfreich, wenn die Key-User zudem ein hohes Ansehen unter den Kollegen haben.

    So viel zu den Hard und Soft Skills der Teammitglieder.
    Aber was ist außerdem noch wichtig, wenn du dein ERP-Team zusammenstellst?

    • Stelle sicher, dass Vertreter aus allen wichtigen Abteilungen bzw. allen betroffenen Abteilungen deines Unternehmens beteiligt sind, z.B. Finanzwesen, Vertrieb, Produktion, etc.).
    • Stelle auch sicher, dass besagte Projektmitglieder genügend Zeit für die ERP-Einführung haben und es nicht zur Doppelbelastung durch das Tagesgeschäft kommt.

    Dann ist da aber auch noch das Projekt-Team des ERP-Anbieters, die eure ERP-Einführung natürlich begleiten. Hier solltet ihr bereits bei der ERP-Auswahl prüfen, welchen Eindruck das Team des ERP-Anbieters auf euch macht und ob die Chemie zwischen eurem und deren Unternehmen stimmt.

    6. ERP-Anpassung: Standard vs. Customizing

    Hier gilt das Prinzip: „Alles in Maßen.“ Natürlich ist jedes Unternehmen individuell und das ERP-System muss an Ihre Prozesse angepasst werden. Aber das sollte, wie gesagt, in Maßen passieren. Denn ein zu ausgedehntes Customizing führt in der Regel zu längeren Projektlaufzeiten und steigenden Kosten. Außerdem erhöhen Anpassungen die Komplexität des Systems und erschweren zukünftige Updates.

    So ist es nicht verwunderlich, dass 24% der Unternehmen sagten, sie würden bei ihrer nächsten ERP-Einführung stärker bei den Standards bleiben und ihren Customizing-Bedarf hinterfragen.
    Deswegen sollte bereits bei der ERP-Auswahl darauf geachtet werde, wie gut die favorisierten ERP-Systeme zu eurem Business passen. Im Idealfall sind, bei einer korrekten ERP-Auswahl, ca. 80% der ERP-Lösung bereits kompatibel zu deinen existierenden Prozessen. Die restlichen 20 % können dann gezielt angepasst werden.

    Umgekehrt gibt es auch die Möglichkeit, deine Geschäftsprozesse an das ERP-System anzupassen, sofern möglich. So profitierst du von den im ERP-System hinterlegten Best-Practice-Prozessen und zukünftige Updates werden damit sichergestellt.

    Fazit

    Ein seriöser ERP-Anbieter wird dich nicht allein lassen und begleitet dich zuverlässig durch alle Phasen der Einführung. Aber es schadet nicht, über Risiken und Erfolgsfaktoren informiert zu sein. Je besser du vorbereitet bist, desto reibungsloser wird dein Projekt verlaufen. Ich hoffe, dieser Artikel hat genau das für dich getan und du kannst mit dem richtigen Wissen dein ERP-Projekt zum Erfolg führen.

    Du suchst noch die passende ERP-Software – und jemanden, der dich wirklich versteht?
    Dann lass dich kostenlos und unverbindlich von unseren ERP-Experten beraten. Gemeinsam bringen wir dein Unternehmen auf das nächste Level.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

  • Digitale Tools im Beschaffungsprozess: Wo fängt man sinnvoll an?

    Digitale Tools im Beschaffungsprozess: Wo fängt man sinnvoll an?

    Der Beschaffungsprozess in Unternehmen ist ohnehin schon komplex, da viele verschiedene Akteure und Abteilungen aus dem eigenen Unternehmen aber auch auf Lieferantenseite zusammenarbeiten müssen. Ineffiziente papierbasierte oder manuelle Prozesse kosten hier viel Zeit und Geld, da sie geplagt sind von Medienbrüchen und Fehlerquoten.

    Besonders tückisch: Maverick Buying, also das eigenmächtige Bestellen außerhalb des offiziellen Einkaufsprozesses.
    In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Beschaffungsprozess digitalisierst, und so transparenter und effizienter gestaltest.

    In diesem Artikel geben wir dir konkrete umsetzbare Tipps und Tools an die Hand, mit denen du deinen Beschaffungsprozess optimierst.


    Was ist der Beschaffungsprozess – und warum ist er so wichtig?

    Die Beschaffung ist weit mehr als das bloße Einkaufen von Waren und Dienstleistungen. Sie umfasst alle Aktivitäten, die sicherstellen, dass ein Unternehmen die benötigten Ressourcen zur richtigen Zeit, in der richtigen Qualität und Menge, am richtigen Ort und zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erhält. Besonders in der Fertigung und der Metallverarbeitung, wo Materialkosten 50% der Gesamtkosten ausmachen, hat die Beschaffung eine Schlüsselrolle inne.

    Der typische Beschaffungsprozess gliedert sich in folgende Schritte

    1. Bedarf: Der konkrete Bedarf an Waren oder Dienstleistungen wird identifiziert. Dazu wird eine (elektronische) Bestellanforderung (BANF) erstellt.
    2. Angebot: Anbieter werden kontaktiert und zur Abgabe von Angeboten eingeladen.
    3. Bestellung: Nach Auswahl des passenden Angebots wird die Bestellung offiziell ausgelöst.
    4. Auftragsbestätigung: Der Lieferant bestätigt den Erhalt und die Konditionen der Bestellung.
    5. Lieferung: Die bestellten Waren oder Leistungen werden geliefert und im Wareneingang verbucht.
    6. Rechnung & Zahlung: Der Lieferant stellt eine Rechnung, die anschließend beglichen wird.

     

    Die Grafik stellt die 6 Phasen des Beschaffungsprozesses – vom Bedarf über die Bestellung bis zur Rechnung und Zahlung – in Unternehmen entlang eines Pfeildiagramms dar.


    Laut einer Studie haben bereits 50 % der befragten Unternehmen ihren C-Teile-Einkauf vollständig digitalisiert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Bitkom-Zahlen: Jedes zweite Unternehmen hat noch immer Schwierigkeiten mit der Bewältigung der Digitalisierung.

    Dabei ist Digitalisierung längst kein einmaliges Großprojekt mehr, sondern ein fortlaufender Prozess. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen müssen genau abwägen, an welcher Stelle sie in neue Technologien investieren. Doch genau darin liegt ihre Chance: Schon mit kleinen, gezielten Optimierungen lassen sich spürbare Effizienzgewinne und Kostensenkungen erzielen.

    Ein Beispiel: Schlanke Softwaretools, die mithilfe von KI und OCR automatisch Daten auslesen, Eingabemasken ausfüllen und Belege abgleichen. Solche Lösungen vermeiden Medienbrüche, beschleunigen Prozesse und entlasten die Einkaufs- und Rechnungsabteilung spürbar. Außerdem sollten kleine Unternehmen nach Möglichkeit auf modulare Softwarelösungen zurückgreifen, die sich schrittweise implementieren und erweitern lassen.

    Besonders der erste Schritt im Beschaffungsprozess – die Bedarfsmeldung (BANF) – ist eine häufige Schwachstelle – und genau hier setzen moderne e-Procurement-Lösungen an.


    Was ist e-BANF welche Rolle spielt sie im digitalen Beschaffungsprozess?

    Beginnen wir mit der Optimierung des Beschaffungsprozesses am besten dort, wo alles startet: bei der Bestellanforderung. Sie ist nur ein Teilbereich des Beschaffungsprozesses, aber sie ist der allererste Schritt und legt somit den Grundstein für einen korrekten weiterenVerlauf.

    In vielen Unternehmen läuft die Bestellanforderung noch mit Papier oder semi-digitalisiert via E-Mail und Excel. Die Mitarbeiter melden Bedarf an bestimmten Materialien an den Einkauf, z.B. per E-Mail. Der Einkauf muss unter Umständen zunächst die zuständigen Ansprechpartner für die Prüfung der Bestellanforderung ermitteln. Anfragen und Freigaben sowie dazugehörige Dokumente, wie z.B. Angebote, müssen manuell zwischen den Anfordernden, den Prüfern und dem Einkauf hin und hergeschickt werden. Wurde die BANF dann endlich freigegeben, muss sie aus ihrer E-Mail- oder auch Papierform via Abtippen ins ERP-System übertragen werden, um aus ihr eine Bestellung zu machen.

    Wird die Bestellanforderung vorrangig manuell abgewickelt, wie oben beschrieben, führt das nicht selten zu folgenden Problemen:

    • Fehlende Transparenz und Übersicht über Bestellanforderungen
    • Maverick Buying
    • Medienbrüche zwischen Beschaffungsantrag, Bestellung und Rechnung
    • Lange Durchlaufzeiten
    • Erhöhte Fehlerquote bei der Verarbeitung von BANFs

     

    Mittlerweile gibt es jedoch Softwarelösungen, die Bestellanforderungen in Unternehmen digitalisieren. Nutzt dein Unternehmen beispielsweise das ERP-System Sage 100, kann dich e-BANF von Softfolio bei der elektronischen Bestellanforderung unterstützen. Ein digitaler, nahtlos ins ERP-System integrierter Prozess sorgt für mehr Transparenz, Geschwindigkeit und Effizienz im Beschaffungsprozess.

     

    Infografik, die den Vergleich zeigt zwischen dem manuellen Prozess zur Erstellung einer Bestellanforderung vs. die optimierte elektronische Bestellanforderung


    Vorteile von elektronischen Bestellanforderungen

    Automation: Die korrekten Ansprechpartner bzw. Prüfer werden im System hinterlegt, sodass die Bestellanforderung automatisch an die richtigen Personen weitergeleitet werden. Zusätzlich sorgen hinterlegte Prüfregeln für mehr Sicherheit, z.B. für Bestellungen ab einem bestimmten Wert. Nach der Freigabe kann der Einkauf mit nur einem Klick aus der Banf eine Bestellung generieren.

    Transparenz & Überblick: Eine Übersicht aller Bestellanforderungen ist für den Einkauf zentral einsehbar und auch alle Beteiligten können den Status jeder BANF (z. B. In Prüfung, freigegeben, abgelehnt, bestellt, Wareneingang) transparent nachverfolgen. Die Historie zeigt zudem klar auf, wer welche Aktion durchgeführt hat.

     

    softfolio e-BANF Historie und Status Screenshot

     


    Integration mit ERP-System:
    Eine Software für elektronische Bestellanforderungen sollte sich nahtlos in das bestehende ERP-System integrieren, um Medienbrüche zu vermeiden und vorhandene Daten effizient zu nutzen.
    Die e-BANF übernimmt Informationen wie Artikelnummer, Preis und Lieferant direkt aus dem Artikelstamm und befüllt die relevanten Felder automatisch. Zusätzlich kann ein Abgleich mit dem Lagerbestand erfolgen, um Überbestände zu vermeiden und Lagerkosten zu optimieren.

    Ein optimierter BANF-Prozess verbessert nicht nur Effizienz und Transparenz, er ist auch ein wirksames Mittel gegen das nächste große Problem: Maverick Buying.


    Maverick Buying: Risiken und wie du sie vermeidest

    Vielleicht bist du mit Maverick Buying – auf deutsch auch „wilder Einkauf“ genannt – in deinem Unternehmen schon selbst in Berührung gekommen. Wenn Mitarbeiter eigenmächtig Materialien oder Dienstleistungen einkaufen, ohne die Einkaufabteilung einzubeziehen. Das kann verschiedene Gründe haben. Mitarbeiter tun dies meistens entweder, weil sie nicht ausreichend über standardisierte Beschaffungsprozesse in Kenntnis gesetzt wurde oder weil es diese schlicht nicht im Unternehmen gibt. Aus Zeitdruck oder akutem Bedarf greifen Mitarbeitende manchmal zu Maverick Buying – also dem Einkauf ohne Einbindung des Einkaufsprozesses. Womöglich denken manche Mitarbeiter auch, sie würden damit die Einkaufsabteilung entlasten.
    Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Maverick Buying kann für Unternehmen Mehrkosten von bis zu 15% verursachen. Gründe für diese Mehrkosten können unter anderem sein:

    • Fehlende Preisvergleiche
    • Höhere Preise durch nicht bzw. schlecht geführte Verhandlungen und aufgrund
    • kleiner Stückzahlen
    • Unkenntnis über die Gesamtausgaben
    • Mehrarbeit an Schnittstellen (Wareneingang, FiBu)

    Die gute Nachricht ist, man kann Maverick Buying und Einkaufs-Wirrwarr vermeiden, in dem man den Beschaffungsprozess standardisiert und idealerweise digitalisiert.

    Tipps & Tools zur Vermeidung von Maverick Buying

    Richtlinien und Bestellvorlagen

    Um Maverick Buying zu vermeiden, solltest du klare Regeln und Standards schriftlich festhalten und diese an alle Mitarbeiter kommunizieren. Das kann z.B. in Form eines Guides sein, der Schritt für Schritt darlegt, wie Mitarbeiter Bestellanforderungen zu erstellen haben und wer die Ansprechpartner sind. Dazu gehört auch eine Bestellvorlage, die jedem Mitarbeiter zugänglich ist und die sie schnell an den Einkauf weiterleiten können.

    Elektronische Kataloge

    In E-Katalogen werden Artikeldaten der Lieferanten gesammelt und über eine Austauschplattform bzw. Beschaffungsplattform mit dem Kunden geteilt. Dort können Mitarbeiter direkt per Mausklick Waren bestellen.

    Softwaresysteme zur Beschaffungsoptimierung

    Spezialisierte Softwarelösungen für die Beschaffung gehören zu den effektivsten und modernsten Ansätzen, um den Beschaffungsprozess zu optimieren. Einige e-Procurement-Lösungen sind gezielt für die Integration in gängige ERP-Systeme entwickelt, während andere als eigenständige SaaS-Plattformen im Browser funktionieren.

    Daneben gibt es B2B-Marktplätze wie Alibaba oder Amazon Business. Im Gegensatz zu den e-Procurement-Lösungen bieten sie zwar keine ganzheitliche Automatisierung, können jedoch ein niedrigschwelliger Einstieg in die digitale Beschaffung sein, durch schnelleres Sourcing, einfache Preisvergleiche und strukturierte Bestellvorgänge bieten.

    e-Procurement-Software

    SAP Ariba
    SAP Ariba ist eine cloudbasierte Plattform, über die Unternehmen, Lieferanten und Produzenten zentral kommunizieren und Geschäfte abwickeln können. Sie bietet zusätzlich Module für die digitale Beschaffung von Waren.

    Coupa
    Eine umfangreiche Ausgabenmanagement-Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt ihre Prozesse rund um Einkauf, Rechnungswesen und Lieferantenbeziehungen zu optimieren.

    Jaggaer
    Jaggaer ist ein SaaS-Anbieter, mit Fokus auf strategische Beschaffung und globale Lieferketten. Die Lösung deckt den gesamten Purchase to Pay Prozess ab.
    DieseLösungen sind häufig an mittlere bis große Unternehmen mit komplexen, internationalen Beschaffungsprozessen.

    Softfolio e-Suite
    Für kleine und mittlere Unternehmen, die eine schlanke, direkt ins ERP integrierbare Lösung suchen, ist eine Software wie softfolio e-Suite ideal. Sie lässt sich nahtlos in Sage 100 integrieren und ermöglicht durch ihren modularen Aufbau eine flexible Automatisierung des Beschaffungsprozesses, ohne hohen Implementierungsaufwand.

    B2B-Marktplätze

    Für kritische Lieferketten und strategischen Einkauf sind in ERP-integrierte, spezialisierte e-Procurement-Lösungen die bessere Wahl. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf B2B-Marktplätze, besonders für:

    • die Beschaffung von C-Teilen
    • der einmaligen Beschaffung von Maschinen
    • das Sourcing neuer Lieferanten
    • das Vergleichen von Preisen


    Alibaba

    Mit Sitz in China hat Alibaba eine starke Präsenz auf dem globalen Markt und bietet eine große Auswahl an Lieferanten. Alibaba Deutschland richtet sich gezielt an KMU und bietet ihnen speziell auf sie zugeschnittene Einkaufsmöglichkeiten. Zudem veranstaltet die Plattform jährlich eine Online-Messe, um Lieferanten und Käufer miteinander zu vernetzen.

    Amazon Business
    Amazon ist die wohl bekannteste und mächtigste e-Commerce-Plattform. Unternehmen können über Amazon Business effizient und bequem ihren Bedarf an C-Teilen decken, sei es Büromaterialien, industrielle Produkte oder IT-Ausstattung. Zudem lässt sich die Plattform in bestehende ERP-Systeme integrieren.

    Wucato
    Eine relativ junge Plattform und ein deutsches Original. Wucato bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, die es Unternehmen ermöglicht, Produkte einfach zu suchen, zu vergleichen und zu bestellen.


    Fazit

    Der Beschaffungsprozess ist ein zentraler Hebel für Effizienz, Kostenkontrolle und Transparenz, der aber in Punkto Digitalisierung in vielen Unternehmen noch hinterherhinkt. Dafür braucht es nicht gleich ein riesiges Digitalisierungsprojekt. Schon kleinere Tools, wie eine elektronische Bestellanforderung, können viel bewirken – gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Ob e-Procurement-Software oder B2B-Marktplatz: Wer smart auswählt, bringt Struktur in den Einkauf und macht den nächsten Schritt Richtung Zukunft.

    Du hast Fragen oder einen Beratungswunsch?
    Wir helfen dir gerne und schnellstmöglich.

Jetzt Beratungstermin für die EGL vereinbaren.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien e-Banking-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien e-Order-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Demo für Shopware 6 Connector vereinbaren

In unserer kostenlosen Demo zeigen wir die den Shopware Connector in Aktion und beantworten gerne deine Fragen.

Jetzt kostenlos Infomaterial zur EGL anfordern.

Beratungstermin HR & Payroll vereinbaren

In unserer kostenfreien Sage HR & Payroll sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien SDMO-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien e-BANF-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Jetzt Whitepaper anfordern

Anmeldung zum Webinar
E-Rechnungspflicht

Anmeldung zum Webinar
Kunden kennen lohnt

Anmeldung zum Webinar
Effizienter Versandprozess

Anmeldung zum Webinar
Digitales Rechnungsmanagement

Anmeldung zum Webinar
Daten mobil bereitstellen

Anmeldung
Jahreswechselseminar

Anmeldung
Administrator
Datenmodell

Anmeldung
Administrator
Berechtigungen

Anmeldung
Administrator
Grundlagen

Anmeldung
Produktion
Steuerung & Kalkulation

Anmeldung
Produktion Fertigungsaufträge

Anmeldung
Produktion Grundlagen

Anmeldung
Rechnungswesen Anlagenbuchhaltung

Anmeldung
Rechnungswesen Zahlungsverkehr, Meldewesen & Abschlüsse

Anmeldung
Rechnungswesen Buchungserfassung

Anmeldung
Rechnungswesen Grundlagen

Anmeldung
xRM Kontakt- und Vertriebsmanagement

Anmeldung
xRM Servicemanagement

Anmeldung
xRM Marketing- und Kampagnenmanagement

Anmeldung
Warenwirtschaft Verkauf

Anmeldung
Warenwirtschaft Einkauf

Anmeldung
Warenwirtschaft Grundlagen

Anmeldung zum Intensivkurs xRM

Anmeldung zum Intensivkurs
Administrator

Anmeldung zum Intensivkurs
Produktion

Expertengespräch
vereinbaren

In unserem kostenfreien Expertengespräch sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir konkret mit unseren Managed Services deiner internen IT den Rücken frei halten können. 

Expertengespräch
vereinbaren

In unserem kostenfreien Expertengespräch sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir konkret mit unserer Potenzialanalyse auch deine Sage 100 Nutzung auf ein neues Level heben können.

Anmeldung zum Webinar
Rechtssichere Archivierung

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien MDE-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Anmeldung zum Intensivkurs Rechnungswesen

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien xRM-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Jetzt Angebot zur
Hardware anfordern

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien DMS-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Bewerbung für einen
DH-Studienplatz

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien e-Invoice-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien HR-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Jetzt Demoversion anfordern.

Beratungstermin
vereinbaren

In unserer kostenfreien ERP-Beratung sprechen wir über deine individuelle Ausgangssituation und wie wir dich bei deinem Vorhaben konkret unterstützen können.

Bewerbung für ein
Praktikum

Initiativbewerbung
(m/w/d)

Bewerbung als
Sales Coordinator
(m/w/d)

Bewerbung als
Marketing Manager
(m/w/d)

Bewerbung als
Softwareentwickler
(m/w/d)

Jetzt Whitepaper anfordern

Anmeldung zum Intensivkurs Warenwirtschaft

Jetzt Leitfaden anfordern

Bewerbung für einen Ausbildungsplatz

Wie können wir helfen?